Ein Katheterwechsel kostet plötzlich 4,5-mal so viel
Die Schwyzerin Pia Hubli hat Multiple Sklerose. Alle sechs Wochen muss ihr Dauerkatheter gewechselt werden – neu für fast 900 statt 200 Franken. Nur dank dem Einsatz ihres Mannes wurde der Betrag teilweise korrigiert.

Veröffentlicht am 6. Juli 2026 - 05:00 Uhr

Pia und Christian Hubli erreichten, dass die Rechnung für den Katheterwechsel bei der MS-Patientin massiv nach unten korrigiert wurde.
Christian Hubli, 57, aus Einsiedeln erinnert sich: «Als die Rechnung für den Zystofix-Wechsel am 7. Januar 2026 kam, traute ich meinen Augen nicht – Fr. 891.70, mehr als das Vierfache der bisherigen Kosten.»
Seine 55-jährige Frau hat Multiple Sklerose (MS), eine chronische Erkrankung des Nervensystems. Pia Hubli ist seit drei Jahren auf einen Zystofix angewiesen, einen Blasenkatheter, der den Urin direkt durch die Bauchdecke ableitet. Er muss alle sechs bis acht Wochen von einer Fachperson gewechselt werden, ein Routineeingriff. Seit der MS-Diagnose vor über zehn Jahren sitzt sie im Rollstuhl. «Der Verlauf meiner Erkrankung ist schleichend, es geht ständig bergab.» Ihr Mann pflegt sie und arbeitet deshalb nur noch Teilzeit.