Jeder vierte erwachsene Europäer fasst irgendwann im Leben einen Fusspilz. Männer sind mit 60 Prozent häufiger davon betroffen. Oft trifft es immer wieder dieselben – und immer wieder an der gleichen Stelle. «Einmal Fusspilz, immer Fusspilz», ist man geneigt zu sagen. Chronisch Fusspilzgeplagte werden dies bestätigen, wenn es sie nach dem Hallenbadbesuch zwischen den Zehen juckt, während die Partnerin oder der Partner den lästigen Juckreiz nur vom Hörensagen kennt.

Experten sehen das anders. Sie verweisen auf Fälle, in denen sie Patienten nur einmal im Leben wegen Fusspilz behandeln mussten. So oder so: Gewisse Leute sind anfälliger als andere, einen Pilz einzufangen. Menschen mit Schweissfüssen Fussschweiss Duftwolke auf Schritt und Tritt beispielsweise sind eher von Fusspilz befallen.

Dies ist nicht ganz überraschend: Pilze haben es gern feucht. Deshalb lautet der erste und beste Tipp: die Füsse nach dem Duschen sehr gut abtrocknen, auch und besonders zwischen den Zehen. Dass nämlich die Pilzinfektion meistens zwischen dem vierten und fünften Zeh auftritt, ist damit zu erklären, dass dort der Raum am engsten ist und daher die Zehen nicht immer einfach zu trocknen sind.

Häufiges waschen fördert Fusspilz

Nicht nur der Schweissfuss, auch eine rissige Haut Hautpflege Die richtige Pflege macht den Unterschied neigt eher zu Pilzbefall. Jedoch sind die Hautstruktur und deren Widerstandskraft gegen Erreger bei jedem Menschen anders. Wenn die Haut in den Zehenzwischenräumen durch starkes Schwitzen oder ungeeignetes Schuhwerk aufgeweicht wird, können sich die Pilzsporen besser einnisten.

Die Haut ist natürlicherweise von einer Säureschicht überzogen, die für den Körper eine wichtige Schutzfunktion übernimmt; diese Schicht ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Durch Seife wird sie entfernt. Allzu häufiges Waschen Hygiene «Desinfizieren ist Blödsinn!» empfiehlt sich also nicht. Kommt hinzu, dass auch der Immunstatus Abwehrkräfte Was stärkt unser Immunsystem? der Haut von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.

Bekannt ist auch, dass ältere Menschen, Diabetiker und Leute mit Durchblutungsstörungen oder Gefässerkrankungen PAVK Schaufensterkrankheit ist ein Warnsignal stärker mit Pilzen zu kämpfen haben. Doch am häufigsten dürfte der Pilz bei Sportlern zu finden sein. Nicht umsonst heisst die Krankheit im englischen Sprachraum «athletes foot», also «Athletenfuss». Der Grund: Sportler duschen überdurchschnittlich oft in Gemeinschaftsduschen, in deren feuchtem Klima die Tinea pedis besonders gut gedeiht.

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Der Teppich als Fusspilz-Überträger

Dass gewisse Menschen immer wieder vom Fusspilz befallen werden, ist auch damit zu erklären, dass ein früherer Pilz häufig nicht ganz ausgeheilt war – oder weil sich in Schuhen, Socken oder auf dem Teppich noch Sporen befanden. Um die Sporen abzutöten, wäre eine Kochwäsche von 95 Grad nötig. Bei baumwollenen Sportsocken mag das gutgehen; Wollsocken hingegen könnte man nach einem so heissen Waschgang höchstens noch an Kinder weiterreichen. Abhilfe schaffen antimykotische Waschmittelzusätze, die eine wäscheschonende Reinigung ermöglichen und die Sporen abtöten. Sie sind in Apotheken erhältlich.

Problematischer verhält es sich mit dem Teppich. Befinden sich darin Sporen, sind diese kaum mehr zu entfernen. Wer anfällig ist, sollte daher nicht nur im Hotelzimmer, sondern auch in den eigenen vier Wänden Hausschuhe tragen.

Wie sieht Fusspilz aus?

Ein von Fusspilz befallener Fuss.

Typische Symptome für Fusspilz sind die mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, die dann abtrocknen und zu jucken beginnen (die dunkelgelben Hautstellen auf dem Bild). Aber auch schuppige Haut und tiefe Risse.

Quelle: Getty Images

Typische Symptome für einen Fusspilz

Ein Fusspilz macht sich häufig durch diese Symptome bemerkbar:

  • Hautrötung
  • Nässende Haut
  • Schuppige Haut
  • Kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen
  • Juckreiz

 

Je nach Form kann der Fusspilz unterschiedliche Symptome zeigen:

  • Beim Fusspilz, der zwischen den Zehen auftritt (ein sogenannter interdigitaler Fusspilz) weicht die Haut zuerst etwas auf, danach kann die Haut gerötet oder schuppig sein und es kommt ein starker Juckreiz dazu. Auch weisse, verquollene, dicke Hautlagen oder tiefe, schmerzhafte Risse deuten auf einen Befall mit Tinea pedis hin. Häufig bilden sich auch kleine, juckende Bläschen an den Seitenflächen der Zehen.
  • Der Fusspilz kann auch die Fusssohlen betreffen und lässt diese schuppig und stark verhornt werden. Bei dieser in der Fachsprache als squamös-hyperkeratotisch bezeichnete Fusspilz-Form bildet sich zunächst eine feine, trockene Schuppung auf einer entzündeten Haut. Später bilden sich dicke Hornhautschichten, vor allem an den Fersen, wo sich tiefe, schmerzhafte Risse bilden. Diese Form erkennen viele Betroffene zunächst nicht als Fusspilz, weil sie glauben, an trockener Haut zu leiden.
  • Die dritte Form, der sogenannt vesikulös-dyshidrotische Fusspilz befällt vor allem das Fussgewölbe und die Fusskanten und macht sich durch kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen bemerkbar. Weil der Fuss an diesen Stellen durch eine dicke Hornhautschicht geschützt ist, platzen die Bläschen oft nicht auf, sondern trocknen ein. In der Folge spannt und juckt die Haut.
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Tipps gegen Fusspilz

Was der Fusspilz mag

  • Gummistiefel; enge, geschlossene Schuhe; Schuhe aus synthetischem Material
  • Wärmestau mit hoher Luftfeuchtigkeit in den Schuhen
  • ein schwaches Immunsystem
  • eine schlechte Durchblutung


Was der Fusspilz nicht mag

  • Trocknen Sie die Füsse nach dem Baden oder Duschen sehr gut, besonders zwischen den Zehen – am besten mit einem Föhn.
  • Tragen Sie in Hotelzimmer, Hallenbad, Sauna und Duschraum Badeschlappen.
  • Entfernen Sie überschüssige Hornhaut Füsse Ohne Pflege gehts nicht , weil Pilze durch deren Risse eintreten.
  • Verwenden Sie hautschonende, pH-neutrale Seifen und Kosmetika.
  • Ziehen Sie Lederschuhe und Baumwollsocken synthetischen Materialien vor.
  • Lassen Sie die Schuhe abends gut auslüften; wechseln Sie die Socken täglich.
  • Für die Schuhe gibts Anti-Pilz-Sprays.
  • Waschen Sie Socken, Badetücher und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad.

«Wissen, was dem Körper gut tut.»

Chantal Hebeisen, Redaktorin

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