Den ersten Migräneanfall hatte Alessandra Dall’Ara, als sie sieben Jahre alt war. Seither kommen die Schmerzen immer wieder zurück, erzählt sie dem Beobachter. Mal sind sie pochend, mal stechend, mal drückend. Bei einer starken Migräneattacke spürt Alessandra nichts mehr ausser dem Schmerz. Nicht nur im Kopf, sondern im ganzen Körper. Manchmal wünscht sie sich, nicht mehr am Leben zu sein – damit sie diese Schmerzen nicht mehr spüren muss. 

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Früher war die 19-Jährige aus Männedorf am Zürichsee gerade einmal eine Woche pro Monat frei von Beschwerden. In der übrigen Zeit suchte sie die Migräne heim, häufig war ihr dann auch übel, oder sie musste erbrechen. Das nahmen ihr nicht alle ab. «Eine meiner Lehrerinnen glaubte nicht, dass Migräne eine ernsthafte Erkrankung ist», sagt Alessandra Dall’Ara. «Selbst als mir in der Schule übel wurde, glaubte sie, ich bilde es mir nur ein.»