
Veröffentlicht am 16. August 2026 - 05:00 Uhr

Melatonin kann etwa zu Kopfschmerzen, Blutdruckabfall und einer Senkung der Körpertemperatur führen.
Schlafprobleme sind mehr als lästig: Eine halb durchwachte Nacht macht dünnhäutig, unkonzentriert und triggert bei mir nicht selten Migräne. Als ich kürzlich nicht einschlafen konnte, nahm ich deshalb eine Melatonintablette. Tatsächlich breitete sich bald eine angenehme Schwere in mir aus, und ich schlief ein – am nächsten Tag fühlte ich mich jedoch noch über Stunden müde und benommen, und mein Blutdruck war tiefer als je zuvor. Hat mir das Melatonin diesen Hangover beschert?
In der Schweiz gilt Melatonin als rezeptpflichtiges Medikament. In internationalen Onlineshops wird es jedoch als natürliche Einschlafhilfe vermarktet und rezeptfrei als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Der Import kleiner Mengen für den Eigengebrauch ist erlaubt – so kam auch ich zu meinem Stoff. Bedenken hatte ich keine: Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger Melatonin. Das fehlende Hormon zu ersetzen und dem Körper so zum dringend benötigten Schlaf zu verhelfen, schien mir vernünftig und im Vergleich zu einer chemischen Schlaftablette harmlos zu sein.