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Das richtige KissenAb in die Federn oder ab in die Hirse?

Während Decken und Duvets hauptsächlich warm halten und den Feuchtigkeitshaushalt regeln, kommt dem Kissen eine ähnlich wichtige Rolle zu wie der Matratze: die richtige Lagerung der Halswirbelsäule.

«Wer morgens mit Nacken- oder Schulterverspannungen erwacht, sollte sich sein Kissen genauer anschauen – oder es besser gleich auswechseln», rät der Rheumatologe Claude Merlin. Personen mit Migräne oder einem Schleudertrauma sollten ihr Kissen besonders bedacht wählen.
 

  • Federkissen: Sie lagern die Halswirbelsäule ungenügend und verlieren rasch die Stützkraft. Eignen sich zum Kuscheln, doch Menschen, die zu Verspannungen und Kopfschmerzen neigen, sollten sie meiden.
  • Vorgeformte Stütz- und Gesundheitskissen: Können aus den verschiedensten Materialien hergestellt sein. Latexkissen passen sich gut dem Körper an, ihre Stützkraft ist aber beschränkt. Ausserdem sind sie für Allergiker weniger geeignet. Herkömmliche Schaumstoffkissen sind sehr günstig, stützen aber zu wenig. Besser sind viskoelastische Schaumstoffkissen: Sie stützen den Nacken- und Schulterbereich optimal ab und sind druckentlastend.
  • Nackenrollen: Sie stützen zwar Nacken und Halspartie, nicht aber den Kopf. Dadurch entsteht ein punktueller Druck auf die Halswirbelsäule.
  • Naturkissen aus Hirse, Dinkel: Stützen nur dann, wenn sie vor dem Einschlafen von Hand ideal geformt werden. Allerdings passen sie sich während des Schlafs nicht automatisch der veränderten Körperposition an.


Ein Kissen soll – vor allem wenn man auf der Seite schläft – so dick sein, dass die Halswirbelsäule gerade liegt. Der Kopf darf weder abgeknickt noch überdehnt sein. Bauchschläfer sollten gar kein Kissen benutzen oder dem Rücken zuliebe die Schlafposition ändern.

Veröffentlicht am 09. September 2004