Elektrische Modelle sind bei den Töffs gut unterwegs. Bei den Rollern machen die elektrischen bereits 15 Prozent aus, bei den Motorrädern noch scheue 1,5 Prozent.

Wer einen E-Töff anschaffen will, sollte sich Folgendes überlegen:

Auf welchen Distanzen will ich mit dem E-Scooter fahren?

«Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, wie und für welche Strecken man das Fahrzeug nutzen will», sagt Sarah Wahlen vom Touring-Club Schweiz (TCS). Wer ausgedehnte Touren unternehmen will, braucht eine grosse Reichweite und eine Schnellladefunktion. Aktuell kommen hier erste Modelle auf den Markt. Auch für längeres Pendeln ist die Auswahl an elektrischen Modellen noch recht überschaubar. Wer aber vor allem in der Stadt und nicht weiter als 50 Kilometer unterwegs ist, kann schon heute aus vielen verschiedenen Modellen wählen.

⇒ CHECK: Klären Sie Ihre Bedürfnisse ab. Wenn Sie den E-Roller vor allem als wendigen Stadtflitzer brauchen, haben Sie eine breite Auswahl an Modellen und müssen sich auch keine Gedanken wegen der Reichweite machen.

Welche Eigenschaften soll der Akku des E-Rollers haben?

«Es ist nützlich, wenn man den Akku ausbauen kann», sagt Sarah Wahlen. Dann kann man ihn in der Wohnung oder im Büro aufladen. Sonst braucht man einen Ort, um den Roller abzustellen und den Akku aufzuladen. Eine normale Steckdose reicht dazu aus.

 CHECK: Lässt sich der Akku abnehmen? Wenn ja, kann man ihn bequemer aufladen und einfacher ersetzen.

Wie oft werde ich mit dem E-Scooter fahren?

Elektromodelle sind noch immer klar teurer als «normale» Motorräder. So kosten E-Roller rund einen Drittel mehr als vergleichbare herkömmliche Modelle. «Ob sich diese Mehrkosten über die Lebensdauer amortisieren, hängt vor allem von den gefahrenen Kilometern ab», sagt Sarah Wahlen. Denn: Im Betrieb sind die E-Fahrzeuge günstiger. Es fallen deutlich geringere Kosten für Treibstoff und Service an.

 CHECK: Rechnen Sie genau. Mittelfristig kann sich ein E-Scooter lohnen.

Stimmt das persönliche Fahrgefühl mit einem E-Roller?

Hartgesottene Bikerinnen und Biker werden bei E-Motorrädern wohl immer den Sound (für Nichtfans: Lärm) vermissen. Sie heulen, brummen und knattern nicht. Dafür beschleunigen sie besonders stark – und punkten somit beim Fahrspass.

⇒ CHECK: Machen Sie eine Probefahrt. So spüren Sie am besten, ob Ihnen das Fahrgefühl zusagt.

Das gilt beim Kauf von E-Scootern

  • Garantie: Wenn das Fahrzeug plötzlich stottert, Flüssigkeit verliert oder sonstige Mängel hat, kann man sich womöglich auf die Garantie berufen. Wie lange sie läuft und was man fordern kann, steht im Vertrag oder in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Das sollte man vor dem Kauf prüfen.
  • Occasionscheck: Fahrzeuge aus zweiter Hand Occasionsauto Worauf Käufer und Verkäufer bei Gebrauchtwagen achten sollten werden häufig ohne Garantie verkauft. Die Garantie muss dazu allerdings unmissverständlich ausgeschlossen werden. Wendungen wie «Kauf wie gesehen» oder «Kauf ab Platz» reichen nicht. Jedenfalls lohnt es sich, solche Fahrzeuge vor dem Kauf auf Herz und Nieren zu prüfen – zum Beispiel mit einem Occasionscheck beim TCS.
Checkliste «So sind Sie mit dem Töff sicher unterwegs» bei Guider

Welche Ausrüstung muss ein Töfffahrer für eine sichere Fahrt mitbringen? Was muss die Maschine erfüllen und an welche Sicherheitsregeln sollte man selber denken? Beobachter-Abonnenten erhalten einen kompakten Überblick in der Checkliste «So sind Sie mit dem Töff sicher unterwegs».

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Katharina Siegrist, Redaktorin
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