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Vorschussbetrug20'255 Franken gezahlt für null Gewinn

Eine E-Mail versprach Claudio Romer* einen Millionengewinn. Er bezahlte 20'255 Franken für angebliche Gebühren. Erhalten hat er – gar nichts.

Zu schön, um wahr zu sein: Wenn aus heiterem Himmel ein Gewinn lockt, stecken meist Betrüger dahinter. (Symbolbild)
von aktualisiert am 02. August 2018

«Ihre E-Mail-Adresse wurde während des Google Lottery Promo Award Vereinigtes Königreich aus den 12 glücklichen Gewinnern von £ 950'000 ausgewählt», las Claudio Romer* in einer E-Mail Phishing Immer raffiniertere Betrugsversuche . Ein gewisser Edward Larry meldete sich bei ihm. Er sei Google-Direktor von Grossbritannien. Damit sein Millionengewinn überwiesen werde, müsse Romer 593 Pfund Gebühr zahlen, schrieb Larry. Kurz darauf bekam er eine E-Mail von Paul Smith, dem angeblichen Manager der Maybank. Er bezahle ihm den Gewinn aus. Smith forderte aber noch 6600 Pfund für ein Anti-Terror-Formular der Vereinten Nationen. Claudio Romer fand im Internet heraus, dass das Dokument gefälscht Abmahnung Die geschickt gefälschte Anwaltskanzlei war, und weigerte sich zu zahlen. Doch Larry und Smith konnten ihn überreden. Da die Überweisung angeblich nicht ankam, zahlte Romer gleich nochmals.

Google warnt

Seinen Gewinn bekam er nicht. Dafür eine Forderung über 2850 Pfund Wechselgebühren. «Der Wunsch, das Geld zu bekommen, war einfach zu gross», sagt Romer. Er bezahlte wieder. Als Larry und Smith aber noch 12'061 Euro für einen «Geldwäsche-Service» verlangten, brach er den Kontakt ab. 20'255 Franken hat Claudio Romer gezahlt. Erhalten hat er keinen Rappen. 

Um solche Fälle zu verhindern, warnt Google auf der Homepage vor Betrügern und schreibt, dass es nie solche Gewinne gebe. Romer hat Strafanzeige erstattet. Die Masche, auf die er hereingefallen ist, heisst Vorschussbetrug. Die Betrüger sind meistens im Ausland und gehen immer wieder anders vor. Wer auf Millionen hofft, wird um mehrere Tausend Franken ärmer. Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es meistens nicht wahr.

 

*Name geändert

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1 Kommentar

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georgehp
Ich hoffe es handelt sich hier um einen fiktiven Fall um die Vorgehensweise der Betrüger zu illustrieren. Falls der Fall doch echt sein sollte, verstehe ich die Welt nicht mehr. In sämtlichen Medien werden diese Fälle seit Jahren beschrieben, fällt hier tatsächlich noch jemand darauf rein?

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