Immobilien

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Immobilien sind als unbewegliche Sachen das Gegenstück zu den Mobilien. Sie werden vom Gesetz Grundstücke genannt und als solche ins Grundbuch aufgenommen. Folgende Grundstücke gibt es:

  • Liegenschaften
  • ins Grundbuch aufgenommene selbständige und dauernde Rechte
  • Bergwerke
  • Miteigentumsanteile an Grundstücken

 

Als Liegenschaft gilt eine Bodenfläche mit genügend bestimmten Grenzen. Die horizontalen Grenzen werden durch die Grundbuchpläne und auf dem Grundstück selber bezeichnet. Vertikal erstreckt sich das Eigentum in den Luftraum hinauf und in das Erdreich hinab, soweit das Interesse für die Ausübung des Eigentums reicht. Zur Liegenschaft gehören auch die Bauten, Pflanzen und Quellen, die sich auf ihr befinden.

Ein selbständiges und dauerndes Recht kann zum Beispiel eine Baurechtsdienstbarkeit oder ein Quellenrecht sein. Vorausgesetzt ist, dass ein solches Recht weder zugunsten eines herrschenden Grundstücks noch ausschliesslich zugunsten einer bestimmten Person errichtet wurde – es muss selbständig sein, sodass es zum Beispiel verkauft oder verpfändet werden kann. Zudem muss ein Baurecht auf Dauer begründet sein, will heissen auf mindestens 30 Jahre.

Unter dem Begriff des Bergwerks ist das Recht zur Ausbeutung von Rohstoffen mittels Bergbautechnik zu verstehen.

Zuletzt gelten auch Miteigentumsanteile an Grundstücken als einzelne Grundstücke, auch solche an im Grundbuch aufgenommenen selbständigen und dauernden Rechten sowie an Bergwerken. Selbst Miteigentumsanteile an eingetragenen Miteigentumsanteilen (Miteigentum zweiten Grades) können als Grundstücke eingetragen werden – jedenfalls nach der herrschenden Lehre.

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Erstellt der Nachbar eine Baute, die zu nahe an der Grenze steht oder diese gar überragt, muss er sich auf eine Dienstbarkeit stützen können. Mitglieder von Guider erfahren, wie eine solche zustande kommt, was ein Quellen- bzw. Durchleitungsrecht bedeutet und was sie tun können, um Streit um ein Wegrecht zu verhindern.