Grosszügig: Margrit Farine-Auderset (82). Bild: ZVG

SOS Beobachter«Darüber haben wir uns immer riesig gefreut»

Eine ergreifende Geschichte: Warum Margrit Farine-Auderset aus Bern seit Jahrzehnten regelmässig für die Stiftung «SOS Beobachter» spendet.

von Elio Bucher

Laufend stellen wir Menschen in finanziellen Notlagen vor, denen die Stiftung «SOS Beobachter» helfen konnte. Das ist aber nicht allein das Verdienst von «SOS Beobachter». Denn damit die Stiftung überhaupt unterstützend eingreifen kann, ist sie auf die finanzielle Mithilfe von Spenderinnen und Spendern angewiesen.

Eine davon ist die 82-jährige Margrit Farine aus Bern. Dass sie seit Jahrzehnten regelmässig Geldbeträge an «SOS Beobachter» spendet, liegt in ihrer Kindheit begründet.

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Der Vater tut alles für seine Familie

«Unsere Familie war mausarm», erzählt Margrit Farine. Gemeinsam mit acht Geschwistern wuchs sie in einem baufälligen Haus in Gurmels FR auf. Ihr Vater war von Geburt an durch eine missgebildete Hand körperlich beeinträchtigt. Trotzdem war er sich nicht zu schade, alle möglichen Arbeiten auszuüben, um seine Familie irgendwie ernähren zu können – sei es als Hilfskraft auf Bauernhöfen, beim «Muuse» auf dem Feld oder als Drescher. «Er wollte immer nur das Beste für uns», erinnert sich Farine.

Auch die Kinder, welche in der Schule wegen ihrer Armut oft gehänselt wurden, begannen schon früh, in Nachbardörfern zu arbeiten, um Geld für die Familie nach Hause zu bringen.

Das grosse Päckli

Die Mutter, die sich mit voller Hingabe um die Kinder und den kleinen Bauernhof der Familie kümmerte, wandte sich alljährlich zur Weihnachtszeit an den Beobachter. Nachdem sie mit Holzstäbchen die Füsse ihrer Kinder gemessen hatte, bat sie jeweils schriftlich um Finkli und Söckli für ihre Familie – oder auch Nachthemden, Schürzen oder etwas Stoff zum Nähen.

Margrit Farine kann sich noch gut an diese Zeit erinnern. Jedes Jahr sei pünktlich zu Weihnachten ein grosses Paket vom Beobachter angekommen. «Darüber haben wir uns immer riesig gefreut», erzählt sie. Denn im Päckli sei jedes Mal auch noch eine Tafel Schokolade für jedes Kind enthalten gewesen und «es war jeweils unser einziges Weihnachtsgeschenk».

Diese Glücksmomente, die Margrit Farine in ihrer Kindheit erfahren durfte, will sie heute auch anderen Menschen ermöglichen – und spendet darum regelmässig an «SOS Beobachter». Damit auch weiterhin Bedürftigen in der Schweiz mit kleiner Hilfe eine grosse Freude gemacht werden kann.

Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, Menschen in Not zu unterstützen.

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Stiftung SOS Beobachter

Walter Noser, Geschäftsführer SOS Beobachter
Veröffentlicht am March 10, 2016