Veröffentlicht am 2. Oktober 2026 - 15:49 Uhr

Liebt den Wald – aber freut sich auch auf die Pensionierung: Förster Urs Steck
Dem Wald geht es nicht gut. Wer heute mit offenen Augen durch die Bestände geht, sieht noch immer die Spuren der Dürrejahre 2003 und 2018. Auch der Hitzesommer dieses Jahres wird Spuren hinterlassen. Die Bäume haben sich über Jahrtausende an unser Klima angepasst – doch wir verändern ihre Lebensgrundlage innerhalb weniger Jahrzehnte.
Besonders die Buchen trifft dieser rasante Wandel hart, sie sind das Rückgrat des Wandels, besonders im Jura. Es ist schlimm, mitanzusehen, wie sie aus Wassermangel mitten im Hochsommer ihre Blätter abwerfen. Auf durchlässigen Untergründen wie den Schotterböden entlang des Rheins haben neu auch sogenannte klimafitte Baumarten wie Eiche, Hagebuche, Linde und Edelkastanie Probleme. Ob so geschädigte Bäume überleben, können wir erst im nächsten Jahr sagen. Entscheidend ist, ob sie noch genug Saft in den Ästen haben, um Knospen zu bilden. Ist das Holz einmal tot, bleibt es tot.