Dank Spenden kann er Freundschaften pflegen im Kletterverein
Bergsport für die Integration: SOS Beobachter finanziert einem jungen Erwachsenen einen Jahresbeitrag.
Veröffentlicht am 2. April 2026 - 14:06 Uhr

Im Kletterverein konnte Malik Rad neue Freunde finden.
Malik Rad (Name geändert) kam mit 16 Jahren als unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender in die Schweiz. Bei seiner Ankunft war er ein verschlossener Junge. Er lebte zuerst im betreuten Wohnen in Graubünden, dort wurde er beim Einleben in der Schweiz unterstützt. Innerhalb der letzten zwei Jahre machte Malik Rad enorme Fortschritte, sodass er seit kurzem selbständig wohnt.
Klettern als Wendepunkt
Um seine Integration zu fördern, hat ihm seine Sozialarbeiterin einen Kletterverein in der Gemeinde empfohlen – ein Wendepunkt. Durch die regelmässigen Trainings konnte der Jugendliche Vertrauen zu sich selbst und zu anderen aufbauen. Er knüpfte Kontakte zu Gleichaltrigen und schloss Freundschaften. Das Klettern wirkte sich rundum positiv auf seine Integration aus.
Sozialhilfe zahlt nicht mehr
Bis zu seinem 18. Geburtstag finanzierte die Sozialhilfe den Kletterverein. Da Malik Rad nun aber volljährig ist und noch von der Sozialhilfe lebt, muss er selbst für den Vereinsbeitrag aufkommen. Weil der Grundbedarf der Sozialhilfe dafür nicht reicht, unterstützt ihn die Stiftung SOS Beobachter mit 600 Franken für den Jahresbeitrag. So kann er sein Hobby weiterhin ausüben, seine Stabilität und sein soziales Umfeld erhalten und weiter Fortschritte bei der Integration machen.