KüchenbauerPiatti: Konkurs vorläufig abgewendet

Piatti will nach Lösungen für Kunden suchen, die auf ihre bestellte Küche warten. Bild: Steffen Schmidt/Keystone

Der Küchenbauer Bruno Piatti AG kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Kunden sind verunsichert.

von Andrea Haefelyaktualisiert am 2017 M08 04

Wer in den letzten Monaten bei der Bruno Piatti AG eine Piatti- oder Alno-Küche bestellt hat, muss in nächster Zeit möglicherweise auswärts essen. Etwa Familie Beckmann aus Erlach BE. «Wir haben eine Alno-Küche für 25 000 Franken bestellt. Sie hätte am 13. Juli geliefert werden sollen. Stattdessen wurde uns kurz vorher mitgeteilt, dass Lieferprobleme bestünden, weil die deutsche Alno AG Insolvenz anmelden musste», sagt Mutter Cornelia Beckmann. Eine schwierige Situation: «Wir sind eine 7-köpfige Familie und müssen in drei Wochen aus unserer Mietwohnung raus.»

Tatsache ist: Nicht nur die Alno AG, sondern auch die Schweizer Tochter Bruno Piatti hat gravierende Liquiditätsprobleme Das Mutterhaus konnte den drohenden Konkurs bereits vor eine Woche mit einer provisorischen Nachlassstundung und Millionenkrediten abwenden. Jetzt ist klar, dass auch Piatti weiter ums Überleben kämpfen darf. Der Dietliker Küchenbauer befindet sich seit dem 4. August ebenfalls in provisorischer Nachlassstundung.

Wie viele Schweizer Kunden betroffen sind, will Firmensprecherin Nicole Thier noch nicht sagen. Zuerst müssten erst die Zahlen zusammentragen und die Situation rechtlich abgeklärt werden. Man habe aber eine Taskforce gegründet, die für die Betroffenen nach schnellen Lösungen suche. Auch für Familie Beckmann: «Am 11. August will uns Piatti eine Lösung präsentieren.»

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