Diese Massnahmen schützen vor Winterkälte – und halten auch die Sommerhitze draussen
Bei der Sanierung eines Gebäudes ist inzwischen ein guter Hitzeschutz genauso wichtig wie ein tiefer Heizenergieverbrauch. Das Gute dabei: Viele Massnahmen für den Winter helfen auch im Sommer.

Das Haus vor Hitze schützen wird immer wie wichtiger: Welche Massnahmen am meisten bringen.
Dieser Sommer brachte über Wochen hinweg Rekordtemperaturen. Solche Hitzewellen dürften künftig häufiger werden: Je nach Entwicklung des Klimas ist im Sommer mit heissen Perioden von jeweils bis zu 18 Tagen zu rechnen. Ein guter Hitzeschutz von Wohngebäuden rückt deshalb neben der Reduktion des Heizenergieverbrauchs im Winter immer mehr in den Vordergrund. So hat etwa der Verein Minergie seine Standards für energiesparende Gebäude um Regelungen für den Wärmeschutz ergänzt. Das Gute dabei: Viele Massnahmen zur Senkung des Energiebedarfs eines Gebäudes im Winter schützen im Sommer auch vor Hitze.
Heizung
Wärmepumpen mit Erdsonden gehören heute zu den nachhaltigsten Lösungen für die Beheizung von Gebäuden. Sie können im Sommer auch für eine energiesparende Kühlung eingesetzt werden – Geo- oder Freecooling genannt. Dabei wird die Wärme mithilfe der Umwälzpumpe des Systems aus den Räumen über den Heizkreislauf und die Erdsonde in den kühlen Untergrund abtransportiert. Dadurch lässt sich die Raumtemperatur um zwei bis drei Grad senken. Viele Wärmepumpen sind dafür ausgelegt oder können nachgerüstet werden. Der einzige Wermutstropfen: Das System funktioniert nicht mit üblichen Radiatoren, sondern nur mit Heizungen, die in Boden, Wand oder Decke integriert sind. Gut zu wissen: Bei Luftwärmepumpen wird die Kühlfunktion ebenfalls oft angepriesen. Hier arbeitet diese mangels Erdsonde aber wie eine Klimaanlage und braucht entsprechend viel Strom.

