Als Martin Baumgartner* in seiner Mietwohnung das erste Mal ein Loch in die Wand bohrte, wurde er stutzig. Feiner, pechschwarzer Staub rieselte heraus. Er hatte zu diesem Thema in deutschen Medien alarmierende Artikel gelesen. Nun regte sich ein Verdacht: War das etwa Schlacke – jenes versteckte alte Baumaterial, stark schwermetallhaltig und entsprechend tückisch, wenn man bei Renovationen zufällig darauf stösst?

Besorgt wandte sich der zweifache Familienvater an den Hausverwalter, einen Architekten im Ruhestand. Der verwarf die Hände, als er vom schwarzen Staub hörte. «Ja, das könnte Schlacke sein», sagte er. «Das wäre allerdings überhaupt nicht gut.»