
Veröffentlicht am 22. September 2026 - 05:00 Uhr

Mietverträge mit widerrechtlichen Klauseln: Die Liegenschaft an der Kleinbasler Färberstrasse
Als Somchai Prasert im August 2025 in Basel ankam, hatte er bereits eine digitale Odyssee hinter sich. Der Student hatte sich aus dem Ausland auf unzählige Wohnungen und WG-Zimmer beworben – immer ohne Erfolg. Wenige Tage vor Semesterbeginn blieb nur noch eine Option: ein möbliertes Dachzimmer in einer WG an der Kleinbasler Färberstrasse.
«Ich war froh, überhaupt etwas gefunden zu haben», sagt er gegenüber dem Beobachter. «Aber letztlich hat mir diese Wohnsituation mein erstes Studienjahr in der Schweiz gründlich verdorben.» Er wohnte mit vier ihm völlig Unbekannten in einer als WG ausgeschriebenen Wohnung. Für sein kleines Zimmer mit Dachschräge bezahlte er 800 Franken inklusive. «In der Hälfte des Zimmers konnte ich nicht aufrecht stehen», erzählt er. «Es gab auch immer wieder Probleme mit dem Warmwasser und im November funktionierte die Heizung zwei Wochen lang nicht.» Wenn etwas kaputtging, habe es manchmal Wochen gedauert, bis die Vermieterin überhaupt reagierte.