Schädling an Christrose

Leider sind an der Christrose die Blätter zerfressen. Dies begann letztes Frühjahr. Der Blattfrass ist nicht nur am Rand der Blätter sondern es hat auch richtige Löcher. Ob es Schnecken sind? Den Dickmaulrüssler bekämpfen wir regelmässig. Der ist es wohl nicht.

Schnecken lieben an den Christrosen vor allem die Knospen. Die Blätter sind ihnen zu zäh. Ein paar Spuren an den Rändern weisen auf Dickmaulrüssler (Käfer) hin. Die übrigen Frassspuren auf den Blättern sind wahrscheinlich Raupen hin (unregelmässige Löcher in den Blättern und am Rande). An den Christrosen können das Eulenraupen sein. Wenn Sie letztes Jahr welche an den Pflanzen hatten, heisst das nicht, dass die Raupen auch dieses Jahr wieder aktiv sind. Bei diesem Schaden gilt es abzuwägen, ob eine Behandlung wirklich notwendig ist. Das heisst, ob der Schaden so gross ist, dass ein Eingreifen überhaupt Sinn macht. Wenn Sie sich dafür entscheiden, behandeln Sie auf natürliche Weise mit Produkten, die Bacillus thuringiensis enthalten (in Fachgeschäften erhältlich). Dieser Bazillus schädigt keine Nützlinge und Sie können ihn auf einfache Weise mit der Giesskanne ausbringen.

Kartoffeln mit schwarzen Flecken

Ich setze meine Kartoffeln "Charlotte" jedes Jahr in zwei verschiedene Beete. Nach 4 Jahren sind sie dann wieder im gleichen Beet. Letztes Jahr hatten die meisten Kartoffeln schon bei der Ernte schwarze Flecken, die beim Rüsten ausgeschnitten werden mussten. Was kann ich dagegen tun?

Die schwarzen Flecke stammen von einem Bodenpilz (wahrscheinlich Rhizoctonia). Da die Witterung im letzten Sommer feucht war, fanden die Pilze geeignete Bedingungen für eine Infektion vor. Die Pilzsporen sind stets im Boden und können lange überlegen. Es macht keinen Sinn, sie bekämpfen zu wollen. Da Sie ja mit den Kartoffeln wieder umziehen, müssen Sie nicht befürchten, dass das Problem auch dieses Jahr auftaucht. Wenn Sie im Fruchtwechsel weiter fahren und dieses Jahr Schwachzehrer auf dem Beet der Kartoffeln pflanzen (Salate, Spinat), dann sollte das Problem - vorausgesetzt der Sommer wird nicht zu feucht - nicht mehr auftauchen.

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Jacaranda vermehren

Aus etwa 30 Samen, die ich vor acht Jahren aus Costa Rica mitbrachte, ist es mir gelungen, einen Jacarandabaum (Jacaranda mimosifolia) zu ziehen. Das inzwischen stattliche Bäumchen steht im Sommer auf der Terasse und im Winter im temperierten Wintergarten. Ich möchte gerne ein zweites Bäumchen. Da ich keine Samen mehr habe, habe ich es mit Stecklingen versucht, aber bisher sind alle Versuche fehlgeschlagen. Was könnte ich noch versuchen?

Aussaat ist die beste Art der Vermehrung von Jacaranda. Vielleicht noch der Hinweis zur Aussaat: Legen Sie die Samen vor der Aussaat einen Tag lang in Wasser ein. Damit können Sie die Keimung beschleunigen. Es gibt einige Anbiete im Internet, die Samen verkaufen. Sie möchten natürlich gerne Ihre eigenen Bäumchen vermehren. Mit Stecklingen können Sie es selbstverständlich weiter versuchen. Die Chancen sind kleiner als bei der Aussaat. Ich würde von neuen Austrieben „grüne“ Stecklinge schneiden, in ein Aussaatsubstrat stecken (guter Erdkontakt) und mit einem Plastiksack abdecken. Nach ein paar Tagen regelmässig lüften und nicht zu feucht halten (Fäulnis).

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Kräuter, Rasen und bunte Sommerblumen am Schatten?

An unserem Arbeitsort hat es einen ziemlich verwilderten Garten mit Büschen, zwei Blumenbeeten, in dem Nachtkerzen, Brennesseln,, Storchenschnabel wild wachsen. Der Rasen besteht hauptsächlich aus Moos, Fingerkraut und Löwenzahn. Der Garten ist auf zwei Seiten(Süd/Ost) von hohen Tannen eingerahmt, also sehr schattig, der Boden mit vielen Tannennadeln bestreut. Trotzdem hätten wir es diesen Sommer gerne gepflegt und bunt. Wir möchten den Rasen sanieren, die Beete bepflanzen, Gemüse und Kräuter anbauen. Was können Sie uns raten?

Wenn Ihr Garten so schattig ist, wie ich mir das aufgrund Ihrer Beschreibung vorstelle, dann müssen Sie sich leider von einigen Wünschen verabschieden: Selbst Schattenrasen dürfte hier nicht wirklich gut wachsen. Es gibt nur wenige Kräuter, die Schatten ertragen und bei Gemüse wird’s ganz schwierig. Die Tannen auf dem Nachbarsgrundstück stehen Ihren Gartenwünschen ziemlich im Wege.
Wenn die Tannen nicht zu nahe stehen (flache Wurzeln, Trockenheit), lässt sich eine Schattenpflanzung machen (Farne, Gräser, blühende Stauden). Sie können mit verschiedenen Blattformen und Grüntönen variieren, panaschierte Blätter als Farbtupfer und Blütenpflanzen kombinieren. Schattige Pflanzungen werden sind nie so bunt wie sonnige Beete, aber sie können elegant und geheimnisvoll wirken.

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Giessen und düngen

Ich habe vor ein paar Tagen Basilikum, Cherrytomaten und Peperoncini in Töpfen angepflanzt. Wie oft muss ich sie giessen? Wann und dann wie oft soll ich Dünger verwenden? Ab welchen Aussentemperaturen kann ich sie in den Garten stellen?

Ganz vorsichtige Gärtnerinnen (aber auch Leute, die etwas höher gelegen leben), warten die Eisheiligen ab (15. Mai ist der letzte Tag), bevor sie kälteempfindliche Pflanzen wie Basilikum, Tomaten oder Peperoncini rausstellen. In milderen Lagen (Städte, Weinbauklima) können Sie es aber schon – je nach Witterung – ab Mitte April versuchen.
Zur Wassermenge: Das tönt etwas diffus, aber es darf nicht zu trocken sein und auch nicht zu nass. Stets leicht feucht ist am besten.
Düngen: Basilikum dünge ich nicht. Der hat meist schon so viel Stickstoff bekommen bei der Anzucht. Tomaten oder Peperoncini würde ich 1x pro Woche flüssig düngen, jeweils weniger als auf der Packung angegeben, denn die Düngerhersteller meinen es gut. Das kann ein spezieller Gemüsedünger sein, muss aber nicht. Ausser Blütendünger gehen fast alle.

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