1. Home
  2. Rucksack: So fällt das Schleppen leicht

RucksackSo fällt das Schleppen leicht

Am besten packt man schon vor dem Kauf Gewicht in den Rucksack. Nur so stellt man fest, ob er ein angenehmer Wanderpartner ist.

Wer auf seinen Rücken achtet, sollte beim Wandern auch einen geeigneten Rucksack tragen.

Von aktualisiert am 27. Mai 2016

Der passende Rucksack ist etwas fast so Individuelles wie der richtige Schuh. Entsprechend sollte man sich beim Kauf eines neuen Wanderrucksacks genügend Zeit zum Probieren nehmen und ein Fachgeschäft mit Beratung wählen.

Gute Wanderrucksäcke müs­­sen nicht teuer sein: In den Outlet-Läden grosser Sportarti­kel­­anbieter sind gute Markenmodelle schon für weniger als 100 Franken zu haben. Bei Rucksäcken aus der aktuellen Kollek­tion ist mit Preisen ab 150 Franken zu rechnen. Egal, ob Vorjahresmodell oder neus­tes Produkt, eine wichtige Regel gilt beim Rucksackkauf immer: Richtig ausprobieren lassen sich die Modelle nur, wenn sie beladen sind. Grössere Sportfachmärkte und Fachgeschäfte stellen bereits gefüllte Ruck­säcke zur Verfügung oder haben Ballast zur Hand.

Rucksack tragen: So gehts!

Rucksack
Rucksack
Rucksack
Rucksack
Rucksack
Rucksack
Rucksack
1/5

Schritt 1: Den Rucksack anziehen und den Hüftgurt so positionieren, dass das Hüftgelenk umschlossen wird. Dann den Gurt so anziehen, dass noch eine Faust zwischen Körper und Gurt passt.

Für jeden Körper das Passende

Heute haben die meisten Hersteller unterschiedliche Rucksäcke für Männer und Frauen im Angebot. Jene für Frauen sind meist etwas kürzer und schmaler geschnitten als die für Männer.

Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium ist, wozu man den Rucksack voraussichtlich brauchen wird: Wohin führen die meisten Touren, und was muss alles je nach Reise im Rucksack Platz finden? Daraus kann der Berater im Fachgeschäft schnell das passende Volumen ableiten.

Für eine Tageswanderun­g oder eine Wanderung mit Hüttenübernachtung genügen in der Regel Rucksäcke mit 20 bis 30 Litern Fassungsvermögen. Sie sind recht ­schmal geschnitten und haben keine seitlichen Aussentaschen mehr. Diese führen nämlich zu einem falschen Schwerpunkt, so dass der Tragkomfort schlech­ter ist als bei längeren, schmalen Rucksäcken.

In einem zweiten Schritt wird das gewünschte Tragsys­tem ausgesucht: Zur Wahl stehen der Kontakt- und der Netzrücken. Beim Kontaktrücken liegt ein Polster direkt auf dem Rücken auf und saugt den Schweiss auf. Beim Netzrücken hingegen besteht die Auflage aus einem Netz und einem Gestell, das für einen Luftraum zwischen Rucksack und Netz sorgt, so dass der Schweiss verdunsten kann. Dies ist an heissen Tagen zwar angenehmer. Dafür liegt der Schwerpunkt des Rucksacks weiter vom Körper entfernt, was vor allem auf heikleren Alpintouren ein Handicap oder gar ein Risiko sein kann.

Schauen Sie in den Spiegel

Ist die grobe Auswahl getroffen, gehts ans Probieren. Der Rucksack sollte dafür immer richtig eingestellt werden (siehe Anleitung unten). Ist dies getan, geht es um die Rückenlänge. Der Rucksack muss so lang sein, dass er gut auf der Hüfte aufsitzt, nicht zu weit über die Schultern ragt und die Bewegungsfreiheit des Kopfs nicht beeinträchtigt.

Empfehlenswert ist es auch, ein paar Schritte im Laden herumzugehen, und nicht vergessen sollte man einen Blick auf das Seitenprofil im Spiegel: Da sieht man auch als Laie schnell, ob ein Rucksack grundsätzlich gut sitzt.

Tipps: Lasten geschickt verteilen

Rucksack

(Klicken Sie auf die Grafik, um diese vergrössert darzustellen)

Quelle: Marina Bräm

Richtig zu packen ist entscheidend für den Komfort auf langen Wanderungen. Es ist auf heiklen Wegen auch ein wichtiger Sicherheitsfaktor: Ist der Schwerpunkt am falschen Ort, steigt das ­Risiko, das Gleichgewicht zu verlieren. Grundsätzlich gilt: Der Schwerpunkt sollte möglichst nahe am Rücken liegen. Bei kleinen Rucksäcken zudem möglichst weit oben, bei grösseren auf Schulterhöhe, auf hochalpinen Touren am unteren Ende der Schulterblätter.

Die wichtigsten Packtipps

  • Packen Sie häufig benutzte Gegenstände ins Deckelfach (etwa Sonnenbrille, Sonnenhut, Karte, Kompass, ­Taschenmesser, Schokolade).

  • Nutzen Sie verschiedenfarbene oder durchsichtige Säcke, um das Material aufzuteilen. Beispielsweise einen Sack fürs Essen, einen für Getränke, einen für Medikamente und so weiter.

  • Packen Sie die schwersten Gegenstände (Flaschen) direkt und auf der richtigen Höhe an den Rücken.

  • Benützen Sie weiche Gegenstände wie Jacken oder Ersatzkleidung zum Ausstopfen, so dass nichts im Ruck­sackinnern lose herumfliegen kann.

  • Schnüren Sie den Rucksack mit den vorhandenen Riemen zusammen, so dass er möglichst kompakt wird.

  • Befestigen Sie aussen angebrachtes Material so, dass es sich nicht bewegt.

Buchtipp

Lust auf Wandern

Idyllische Wanderziele in der Schweiz – für alle Jahreszeiten

Mehr Infos

Lust auf Wandern

Lust auf Wandern