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ThermalbadDer Himmel über Zürich

Auszeit vom kalten Alltag: Das Zürcher Thermalbad verspricht ein erholsames Reinigungsritual für erschöpfte Städter.

Das Dachbad des Hürlimann-Spa in Zürich.
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aktualisiert am 20. Mai 2016

Ganz Zürich liegt den Besuchern zu Füssen: links der 126 Meter hohe Prime Tower, geradeaus die markante Kuppel der ETH, rechts die See­promenade. Die Wasserlinie des Aussenbeckens auf dem Dach des Sudhauses der ehemaligen Hürlimann-Brauerei ist so hoch, dass man das Gefühl kriegt, direkt in die grösste Schweizer Stadt hinausschwimmen zu können. Geräuschlos schmelzen die Schneeflocken auf dem Kopf, während das 35 Grad warme Wasser aus Massagedüsen sprudelt. Vor allem abends ist der Blick aufs urbane Lichtermeer grandios.

Wer einen gewöhnlichen Eintritt ins Zürcher Thermalbad löst, kann sich ausserdem im Kräuter-Dampfraum, im Flachwasserbecken mit Unterwassermusik sowie im Hauptbad in drei riesigen Holzbottichen und einer kleinen Kneippzone vergnügen. Deutlich mehr fürs Geld bietet ein Besuch im römisch-irischen Spa mit einer abwechslungsreichen Abfolge aus Dampfbädern, Peeling, Heiss- und Kaltwasser­becken sowie gewärmten Liegepodesten. Der Körper wird langsam erwärmt, gereinigt, entspannt und am Schluss wieder wohltuend abgekühlt.

Aussergewöhnlich schöne Architektur

130 Jahre lang wurde hier Bier gebraut, jetzt lassen es sich Bierbäuche und andere Wellnesssuchende in den stilvoll renovierten Gemäuern gut ergehen. Die teilweise niedrigen, verschachtelten Steingewölbe lassen zwar schon bei durchschnittlichen Besucherzahlen den Geräuschpegel nach oben schnellen, was den Erholungswert schmälert. Doch die aussergewöhnlich schöne Architektur überzeugt, und feudale Kronleuchter sowie Kerzenlicht erzeugen ein stimmungsvolles Ambiente.

Nicht alles ist perfekt – beispielsweise sind die engen Garderoben dem Grossandrang nicht gewachsen, und im Bistro gibt’s selbst Wein nur im Plastikglas. Aber für ­eine entspannende Auszeit vom grauen Februar­alltag reichts alleweil.

Anreise

Ab Hauptbahnhof Zürich in gut 20 Minuten zu Fuss oder mit der S-Bahn bis Bahnhof Enge und von dort noch 5 Minuten zu Fuss. Nur wenige Parkplätze vor Ort.

Öffnungszeiten/Preise

Täglich von 9 bis 22 Uhr, an Silvester nur bis 16 Uhr, an Neujahr von 12 bis 22 Uhr. Dienstags (ausser an Neujahr) haben im Spa-Bereich nur Frauen Zutritt. Der Eintritt ins Thermalbad kostet 32 Franken, zusammen mit dem irisch-römischen Spa sind es 55 Franken. Massagen kosten extra. Badekleider sind überall obligatorisch.

Verpflegung

Es gibt je ein Bistro im Spa-­Bereich sowie direkt unter dem Dachbad in stilvoller Holzverkleidung, allerdings mit recht hohen Preisen.

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