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AlimenteBevorschussung durch Gemeinde eingestellt – zu Recht?

Lebenspartner sind zwar nicht verpflichtet, nicht-gemeinsame Kinder zu unterstützen. Einige Kantone sehen es in der Praxis aber trotzdem anders.

Frage: Meine Aargauer Wohngemeinde streicht mir die Bevorschussung der Kinderalimente, weil mein Freund seit zwei Jahren bei uns lebt. Da er gut verdient, soll er uns unterstützen. Ist das zulässig?

von aktualisiert am 20. Juli 2017

In Ihrem Fall ja. Die Alimentenbevorschussung ist in vielen Kantonen abhängig vom Vermögen und von den Einkünften. Sobald Ihr Haushaltseinkommen die im kantonalen Gesetz festgelegten Grenzbeträge übersteigt, kann die Gemeinde die Bevorschussung kürzen oder einstellen. Einige Kantone berücksichtigen die Finanzen des Partners. Im Kanton Aargau darf der Sozialdienst Einkommen und Vermögen des Partners nach zweijähriger Lebensgemeinschaft voll anrechnen. Daher ist Ihr Haushaltseinkommen nun offenbar zu hoch für eine Bevorschussung.

Ihr Partner ist zwar rechtlich nicht verpflichtet, Ihre Kinder zu unterstützen. Aber was will er anderes tun, wenn Sie zusammenleben?

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Bezahlt der Ex-Partner die Alimente nur unzuverlässig, kann der bedürftige Elternteil bei der Gemeinde ein Gesuch zur Bevorschussung der Alimente stellen. Mitglieder von Guider erfahren im Merkblatt «Nicht bezahlte Alimente eintreiben», wie sie ein Gesuch um Inkassohilfe einreichen und welche Punkte dabei beachtet werden müssen.

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