Ransomware ist eine beliebte Methode von Hackern. Dabei verschlüsselt ein Programm oder ein sogenannter Trojaner die Daten auf dem Computer sowie auf verbundenen Netzlaufwerken. Diese werden unbrauchbar gemacht, bis man ein Lösegeld zahlt.

Wie soll man reagieren?

Indem Sie den PC abtrennen, können Sie eventuell verhindern, dass sich die Schadsoftware weiter verbreitet. Schalten Sie das Gerät aber nicht ab – sonst verlieren Sie Informationen, die später nützlich sein können.

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Falls Sie eine Sicherungskopie gemacht und getrennt vom Computer aufbewahrt haben, ist alles halb so schlimm. Es genügt, das System neu zu installieren und alle Passwörter zu ändern Sicheres Passwort So umgehen Sie häufige Fehler .

Wenn Sie kein Back-up haben, bleibt ein Hoffnungsschimmer: «No More Ransom», ein internationales Projekt von europäischen Strafverfolgungsbehörden und IT-Security-Unternehmen. Mit etwas Glück erkennt dessen Tool Crypto Sheriff in den verschlüsselten Daten, um welchen Trojaner es sich handelt. Insbesondere für ältere Varianten von Ransomware, wie etwa Darkside oder Ziggy, existieren Entschlüsselungscodes im Internet.

Lassen Sie sich nicht erpressen

Das Lösegeld bezahlen Sie besser nicht. Niemand garantiert, dass Sie einen Entschlüsselungscode erhalten. Und Sie finanzieren damit die Cyberkriminalität.

Melden Sie den Cybervorfall online dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC). Damit helfen Sie der Bundesbehörde, solche Gefahren zu bekämpfen. Das NCSC empfiehlt, zusätzlich Anzeige bei der Kantonspolizei einzureichen – viele Kantone haben spezialisierte Abteilungen.

Wie kann so etwas passieren?

Das Einfallstor von Ransomware ist meistens eine E-Mail mit einem verseuchten Anhang oder einem Link, der auf eine gehackte Website führt. Die wichtigste Prävention neben einem separaten Back-up: Seien Sie misstrauisch Sicherheit im Internet Jeder Nutzer ist für Hacker interessant , öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie nicht auf Links. 

Auch bei aller Vorsicht können Sie sich allerdings infizieren, ohne es zu merken. Verwenden Sie einen aktuellen Virenschutz und eine aktuelle Personal Firewall und halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Applikationen immer auf dem neuesten Stand.

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Mehr zu Internetgefahren

Wer im Internet surft, sollte sich der Gefahren bewusst sein. Umso mehr, wenn die eigenen Kinder auf Social Media & Co. unterwegs sind. Beobachter-Mitglieder erfahren, wie sie sich vor Spam-Mails schützen und welche präventive Massnahmen sie veranlassen können, damit sie erst gar nicht von Werbemails belästigt werden.

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