Zucker ist nicht gleich Zucker. So sättigen die sogenannten komplexen, langsamen Kohlenhydrate aus Vollkorngetreide, Vollreis und Linsen besser als die schnellen aus Getränken und Süssigkeiten. Die verschiedenen Zucker unterscheiden sich aber noch durch weitere Eigenschaften, die sie mehr oder weniger geeignet dafür machen, das Gewicht im Lot zu halten.

Manche von ihnen stecken in Light-Produkten, andere kommen in Form von Ballaststoffen daher. Sie können alleine – als einzelnes Molekül – vorkommen, als Paar oder im Verbund mit vielen gleichartigen Molekülen. Das Wissen darüber hilft, auf die richtigen Kohlenhydrate zu setzen.

Zuckerart Synonym(e) Aufbau Eigenschaft
Haushaltszucker Saccharose, Rohrzucker, Rübenzucker

Zweifachzucker, hälftig aus Fruktose und Glukose

häufigste Zuckerart in Süssigkeiten und Süssgetränken Traubenzucker Glukose, Dextrose, Glukosesirup Der Einfachzucker geht sehr schnell ins Blut und lässt das Insulin stark ansteigen; ist nicht gesünder als Haushaltszucker Fruchtzucker Fruktose Einfachzucker schmeckt sehr süss; beeinflusst den Insulinspiegel kaum direkt, wird jedoch in Fett umgewandelt; ist nicht gesünder als Haushaltszucker; in Diätprodukten enthalten Milchzucker Laktose Zweifachzucker, der zur Hälfte aus Glukose besteht

kommt in erster Linie in Milch und Milchprodukten vor; wird langsamer aufgenommen als Haushaltszucker, enthält aber ähnlich viele Kalorien

Maltose Malzzucker Zweifachzucker aus Glukose

wird wegen seines karamellartigen Geschmacks für Backwaren, Getränke und Süssigkeiten verwendet; schmeckt weniger süss, enthält aber ähnlich viele Kalorien wie Haushaltszucker

Xylit, Sorbit, Maltit Zuckeraustauschstoffe, Zuckeralkohole Einfachzucker werden für Diätprodukte verwendet; schmecken ähnlich wie Haushaltszucker, enthalten aber 40 Prozent weniger Kalorien Stärke Polysaccharid Mehrfachzucker aus Glukose Zuckerspeicherform von Pflanzen; muss erst verdaut werden und ist deshalb «langsamer» als Ein- und Zweifachzucker; Bestandteil von Brot und vieler Beilagen wie Kartoffeln, Teigwaren, Mais («tierische Form» von Stärke: Glykogen) Pektine Nahrungsfasern, Ballaststoffe Mehrfachzucker in Äpfeln und anderen Früchten enthalten; kann vom Menschen nicht verdaut werden, unsere Darmbakterien können Pektin aber in gesunde Fette umwandeln, weshalb diese «Ballaststoffe» dennoch verwertbare Kalorien liefern
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