
Veröffentlicht am 19. September 2026 - 05:00 Uhr

Andrin (links), 17, sagt: «Bei einem Verbot würde ich Wege suchen, es zu umgehen.» Und Samuel (rechts), 17, meint: «Ich habe für Tiktok eigentlich eine Limite von einer Stunde, die verlängere ich aber immer. Für Insta eine halbe Stunde, aber das klappt auch nicht. Ich habe also Limiten für nichts.»
Das englische Wort «Brainrot» bedeutet das, wonach es klingt: ein Gehirn, das vor sich hinrottet. Es beschreibt einen Zustand geistiger Erschöpfung durch exzessiven Konsum stupider Online-Inhalte. Oder in Elternsprache: die komplette Verblödung durch zu viel Insta, Youtube oder Tiktok.
Klar, dass der Begriff schon längst selbst zum Internet-Meme mutiert ist und inzwischen für ein eigenes Subgenre steht: Brainrot-Videos. Das sind mit KI erstellte, extrem schnelle und extrem absurde Kurzvideos mit schrillem Inhalt. Sie perfektionieren das, was den Tech-Unternehmen als Kerngeschäft dient. Sie fesseln an den Bildschirm, wie auch eine Beobachter-Strassenumfrage ergab. Egal, wie sinnlos das Gezeigte ist.