Frankreich will soziale Medien für junge Menschen unter 15 verbieten. Das hat das Parlament mit grosser Mehrheit beschlossen. Ab dem 1. September dürfen keine neuen Konten mehr eröffnet werden, und bestehende Profile müssen bis zum 1. Januar 2027 gelöscht werden.

Die Frage nach einer besseren Regulierung oder einem Nutzungsverbot wandert von Land zu Land und löst bei den Nachbarn stets grosses Interesse aus: Wie macht Frankreich das, wie will Albanien das umsetzen, und was hat es in Australien bislang gebracht?

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Schweizer Parteien gegen Verbot

Auch in der Schweiz treibt das Thema die Menschen um. Laut einer Sotomo-Umfrage sind vier von fünf Stimmberechtigten für ein Social-Media-Verbot für junge Menschen unter 16 Jahren. Eine repräsentative Umfrage von Tamedia kommt zu einem fast gleich lautenden Ergebnis. Politisch hat das Anliegen aber einen schweren Stand. In der Schweiz sind die Parteien klar gegen ein generelles Verbot.

Wie sehen das junge Leute selber? Der Beobachter wollte das wissen und hat vor der kaufmännischen Schule in Zürich mit denen gesprochen, die im Zentrum der Debatte stehen. Folgende Fragen haben wir gestellt:

Die Umfragen fanden vor dem Entscheid des französischen Parlaments statt. Die Antworten der jungen Menschen sind deswegen genauso relevant.

Die Schweiz tastet sich derzeit an die Frage eines Mindestalters für die Nutzung von sozialen Medien heran.

In einem vom Ständerat überwiesenen Postulat verlangte Ständerätin Maya Graf (Grüne, BL) vom Bundesrat bereits eine Auslegeordnung dazu, wie Kinder und Jugendliche vor übermässigem und schädlichem Konsum von sozialen Medien geschützt werden können.

Was denken Sie?

Braucht es ein Verbot für unter 16-Jährige? Diskutieren Sie unter diesem Artikel in der Kommentarspalte mit.