Grundsätzlich nicht. Echte Ergänzungsleistungen, also die bundesweit geregelten, müssen nach aktueller Gesetzgebung nicht zurückbezahlt werden. Voraussichtlich 2021 gibt es Änderungen dazu. Wurden die EL allerdings zu Unrecht an Ihre Mutter ausbezahlt, können sie auch heute schon zurückverlangt werden.

Einige Kantone bezahlen allerdings über die Ergänzungsleistungen des Bundes hinaus Zusatzleistungen, Beihilfen oder Zuschüsse. Solche können teilweise zurückgefordert werden, wenn Vermögen übrig bleibt. Es ist daher ratsam, mit der EL-Stelle Kontakt aufzunehmen und sie um schriftliche Auskunft zu bitten, ob von den 200'000 Franken etwas zurückzuzahlen ist. Sollten Sie das Erbe ausschlagen wollen, müssen Sie das innert drei Monaten tun, nachdem Sie vom Tod Ihrer Mutter erfahren haben.

Diese Regelung gilt bis Ende 2020. Ab 2021 Ergänzungsleistungen Das ändert sich bei den EL ab 2021 gilt gemäss Parlamentsbeschluss vom März 2019 folgendes: Übersteigt das Erbe eines ehemaligen EL-Bezügers 40'000 Franken, so müssen die Erben die bezogene EL zurückerstatten. Bei Ehepaaren erfolgt die Rückerstattung erst beim Zweitverstorbenen. Mehr dazu im unten stehenden Guider-Merkblatt. 

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Merkblatt «Ergänzungsleistungs-Revision» bei Guider

2021 gibt es Änderungen bei den Ergänzungsleistungen. Das Merkblatt «EL-Revision» fasst für Beobachter-Abonnenten zusammen, welche Mietzinsmaxima nach Region gelten, welche Grenzen beim Vermögen beachtet werden müssen und was sich für Paare im Konkubinat verändert.

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