Viele meinen, dass Ergänzungsleistungen zu AHV und IV nur erhält, wer kein Vermögen besitzt. Ab wann gibt es auch Zusatzleistungen für Rentner, die im eigenen Haus wohnen oder vermögend sind?

Ein Rechenbeispiel zeigt, wie auch vermögende Rentner im Eigenheim Ergänzungsleistungen erhalten: Eine Witwe hat 1500 Franken monatliche Rente. Sie besitzt ein Vermögen von 270'000 Franken. Trotzdem hat sie Anspruch auf 525 Franken monatliche Ergänzungsleistungen. Wie das?

Die Ergänzungsleistungen beachten zwar ebenfalls das Vermögen, jedoch wird für ein selber bewohntes Haus ein Freibetrag von 112'500 Franken berücksichtigt, und für das übrige Vermögen beträgt die Freigrenze 37'500 Franken.

In unserem Beispiel werden damit lediglich 120'000 Franken in die Ergänzungsleistungsrechnung eingerechnet. Davon wird der Witwe ein Zehntel als Einkommen berücksichtigt: 12'000 Franken im Jahr oder 1000 im Monat. Zusammen mit den 1500 Franken AHV-Rente sind das nur 2500 Franken im Monat.

Deshalb bekommt sie Ergänzungsleistungen. Zudem werden ihr auch die Krankheits- und Zahnarztkosten vergütet, ebenso Diätauslagen, und sie wird von TV- und Radiogebühren befreit. Ergänzungsleistungen Sind wir von den Radio- und TV-Gebühren befreit?

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Um Ergänzungsleistungen (EL) zu beziehen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Guider zeigt seinen Mitgliedern nicht nur, welche das sind, sondern führt auch mit Fallbeispielen auf, welche Auswirkungen eine Hausübertragung hat und welche Rechtsmittel bei einem negativen Entscheid offenstehen.

Buchtipp: Ergänzungsleistungen

Buchcover: Ergänzungsleistungen

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Quelle: Beobachter Edition
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