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BeitragslückeTrotz Sozialhilfe AHV bezahlen?

Frage: Seit kurzem beziehe ich Sozialhilfe. Muss ich nun mit diesem Geld AHV-Beiträge zahlen, damit ich keine Beitragsjahre für die Berechnung meiner künftigen Rente verliere?

Der Sozialdienst wird für Sozialhilfeempfänger bei der zuständigen Ausgleichskasse ein Gesuch um Herabsetzung oder Erlass des AHV-Mindestbeitrags einreichen.
Von aktualisiert am 08. August 2017

Ja. Sie müssen sogenannte Nichterwerbstätigenbeiträge bezahlen, denn fehlende Beitragsjahre können später zu einer Kürzung Ihrer Rente führen.

Um das zu verhindern, müssen Sie sich selbst bei der Ausgleichskasse Ihres Wohnkantons oder bei der Gemeindezweigstelle melden. Die Rechnung, die Sie dann erhalten, müssen Sie aber nicht mit dem Sozialhilfegeld bezahlen. Sie können sie einfach Ihrem Sozialdienst weiterleiten. Dieser wird für Sie bei der zuständigen Ausgleichskasse ein begründetes Gesuch um Herabsetzung oder Erlass des AHV-Mindestbeitrags einreichen – jährlich für jene Zeit, in der Sie unterstützt werden.

Die Rechnung nicht selbst bezahlen!

In der Regel wird Ihnen damit der Mindestbeitrag erlassen. Je nach kantonaler Gesetzgebung geht er zulasten Ihres Wohnkantons oder Ihrer Wohngemeinde. Auf keinen Fall sollten Sie die Rechnung für den Mindestbeitrag selbst bezahlen. Der Sozialdienst kann Ihnen diese nämlich nicht zurückerstatten.

Generali: Telefonberatung – Beitragslücken vermeiden

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Beitragslücken können sich schnell auswirken. Bei einer angepassten Maximalrente von 2370 Franken (Stand: 2019) sind das pro Fehljahr monatlich 54 Franken weniger.