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BewegungSport ist eine Superpille

Bewegung kann heilen. Und wirkt oft besser als Medikamente. Noch ist aber nicht ganz klar, welche Heilungsprozesse sportliche Betätigung im Körper auslöst.

Zu wenig Sport kann krank machen.
von aktualisiert am 20. März 2018

Sport hilft gegen Krebs. Man verträgt die Chemotherapie Chemotherapie Ingwer und Selen tun gut besser, und die Krankheit verläuft günstiger. Davon geht die Basler Onkologin Viviane Hess aus. Ihre Vermutungen gründen sich nicht auf wilde Spekulationen, sondern auf spektakuläre Ergebnisse aus der Tierforschung. Tumore bei Mäusen, die man jeden Tag im Rad laufen lässt, hören auf zu wachsen oder bilden sich sogar zurück. Bewegung helfe also nicht nur in der Krebsprävention, sondern auch bei der Behandlung von Krebspatienten, so das Fazit der Onkologin.

Viviane Hess hat eine Förderprofessur des Nationalfonds und wird von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung unterstützt. In einer breit angelegten Untersuchung will sie herausfinden, wie sich ein Bewegungsprogramm auf die Lebenserwartung und die Lebensqualität von Krebskranken auswirkt.

Auch die Chemo wird erträglicher

An der Studie sind 16 Spitäler in der Schweiz und in Österreich beteiligt. Während der zwölf Wochen dauernden Chemotherapie absolvieren die Patientinnen und Patienten zweimal wöchentlich ein halbstündiges Intervalltraining auf dem Fahrrad-Ergometer. Das klingt nach wenig, kann aber das Leben verändern. Denn vielen geht es dank dem Training deutlich besser. Und zwar physisch wie psychisch.

«Die Krebstherapie wird von den Patienten sehr oft als etwas Passives empfunden. Viele sind froh, wenn sie auch selber etwas unternehmen können», sagt Hess. Die Frage ist, ob die körperlichen Verbesserungen von der Psyche ausgelöst werden. «Ganz ehrlich: Das wissen wir im Moment noch nicht, aber es ist auch nicht die zentrale Frage. Hauptsache, den Patienten geht es besser», sagt die Onkologin.

Jeder Zehnte stirbt an Bewegungsmangel

Dass Bewegung bei der Vorbeugung von praktisch allen nicht übertragbaren Krankheiten hilft, ist eine Binsenwahrheit. Dennoch halten sich viele nicht daran und vermeiden Bewegung eher, als dass sie sie suchen. Weltweit sterben jedes Jahr rund fünf Millionen Menschen an den Folgen von Inaktivität. Jeder zehnte Todesfall lässt sich darauf zurückführen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 2020 über zwei Drittel aller Erkrankungen durch den bewegungsarmen Lebenswandel verursacht sein werden. In der Schweiz gehen heute rund 330'000 Krankheitsfälle und über 1000 Todesfälle pro Jahr auf mangelnde Aktivität zurück.

Das haben auch einige Krankenkassen erkannt. Sie haben die Konsequenzen daraus gezogen. Die Swica zum Beispiel bietet bei den Zusatzversicherungen ein Bonussystem an, mit dem aktive Menschen Prämiengelder sparen. Das soll ein Anreiz sein, die Fernbedienung aus der Hand zu legen und sich einen Hund, einen Garten, ein Paar Laufschuhe, ein Hallenbadabo oder ein Velo zuzulegen.

Sport kann man gezielt einsetzen

«Bewegung als Medikament ist kein grundsätzlich neues Konzept», sagt Arno Schmidt-Trucksäss, Chefarzt am Sportmedizinischen Ambulatorium in Basel. «Wirklich neu ist das Verständnis, welche Art von welcher Bewegung bei welcher Krankheit hilft. Mit diesem Wissen kann man mit Bewegung eine Differenzialtherapie machen. Wie man es heute mit einem Mix aus Tabletten macht.» Differenzialtherapie heisst: Bei der Behandlung werden verschiedene Substanzen eingesetzt, die unterschiedliche Wirkmechanismen haben und auf unterschiedliche Angriffspunkte im Körper wirken.

Die Wirkmechanismen von Bewegung seien unglaublich vielfältig, sagt Sportmediziner Schmidt-Trucksäss. «Vereinfacht gesagt, wirkt Bewegung in drei Bereichen: auf die entzündlichen Vorgänge im Körper, die langfristig zu Diabetes, Krebs, Alzheimer, Parkinson und Arteriosklerose führen können, auf den Blutfluss, der gefässerweiternd wirkt, sowie auf den sympathischen Antrieb, der das Immunsystem beeinträchtigt oder Herzrhythmusstörungen begünstigt.»

Folgenschwere Behandlungsfehler

Das Beste daran: Mit Sport schützt sich beispielsweise ein Diabetiker auch vor anderen durch Bewegungsmangel begünstigten Krankheiten. «Man weiss, dass eine Therapie mit Bewegung mindestens so wirksam ist wie eine einzige Superpille, die man gegen die häufigsten Krankheiten zusammenstellen würde. Also ein Gerinnungshemmer, Betablocker und ACE-Hemmer in einem», so Schmidt-Trucksäss. Wer sich regelmässig bewegt und die Muskulatur auf Trab hält, trägt sozusagen die eigene Apotheke mit sich herum. 

Jahrzehntelang habe man bei der Behandlung folgenschwere Fehler gemacht. Etwa bei Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten: Deren respiratorische Fähigkeit ist meist eingeschränkt, weshalb sie bereits ausser Atem sind, wenn sie bloss ein paar Treppenstufen hochsteigen. In der Folge werden sie im Spital bei jeder Gelegenheit in den Lift verfrachtet und gehen damit Belastung aus dem Weg.

«Bewegung statt Pillen zu verordnen ist aufwendiger und wird deshalb schlechter vergütet.»

Arno Schmidt-Trucksäss, Chefarzt Sportmedizinisches Ambulatorium Basel

«Ein Fehler», sagt Schmidt-Trucksäss. «Unbenutzte Muskeln werden schon nach kurzer Zeit schwächer und senden eine Art Notsignal ans Hirn. Als Reaktion steigt der Blutdruck an. So handelt man sich einen zusätzlichen Risikofaktor ein, statt sich gesundheitlich zu verbessern.» Ein gefährlicher Teufelskreis.

Obwohl das eigentlich alle wissen, verschreiben viele Ärzte nach wie vor Pillen und Ruhe. Das ist bedeutend einfacher, als Patienten mit konkreten individuellen Empfehlungen zu sportlicher Betätigung zu motivieren. «Bewegung lässt sich halt nicht so leicht verordnen. Dazu kommt: Eine solche Beratung ist zeitlich aufwendig und wird deshalb im Vergleich zu anderen Leistungen schlechter vergütet», kritisiert Schmidt-Trucksäss.

«Höchstens drei Tabletten im Jahr»

Willy Schmid* hätte seine Krankenkasse schon viele tausend Franken kosten können. Schmid, Jahrgang 1946, hat jahrzehntelang auf dem Bau gearbeitet, und «so einiges ist kaputt»: Zwei Rückenwirbel sind völlig abgenutzt, Arthrose in den Knien, ständige Schmerzen. Doch Operationen kamen für ihn nicht in Frage. «Ich habe immer wieder erlebt, dass der Körper das hinbekommt, wenn man auf ihn hört und sich gut um ihn kümmert.»

Schmid, der früher Schwimmkurse leitete und Triathlons und Bergläufe Joggen Darum macht Trail-Running so viel Spass absolvierte, kann zwar nicht mehr joggen, «aber Schwimmen und Velofahren geht». Im Winter stehen nach wie vor auch Skitouren auf dem Programm. Übergewicht, Altersdiabetes, zu hoher Blutdruck? Nicht bei Willy Schmid. «Wenn es hoch kommt, nehme ich dreimal im Jahr eine Schmerztablette. Etwa wenn der Rücken doch einmal weh tut.»

Im Sommer kostet der Gang ins Fitnesscenter Überwindung

Zweimal in der Woche geht der ehemalige Bauarbeiter zusätzlich zur ärztlich verordneten Physiotherapie zum Krafttraining. «Das mache ich seit zehn Jahren. Vor allem im Sommer kostet es schon Überwindung, weil ich lieber draussen wäre als an diesen Maschinen.»

Aber der drahtige 70-Jährige weiss, wie gut ihm das tägliche Training tut. Auch die professionelle Anleitung im Fitnesscenter Fitness Nach dem Schlemmen gehts ans Stemmen sei ihm wichtig. «Wenn ich etwas falsch mache, sprechen mich die anwesenden Fitnesstrainer darauf an. Und wenn etwas weh tut, kann ich sie jederzeit fragen.»

«Eine Reha wäre viel teurer»

Obwohl Schmid viele ehemalige Arbeitskollegen hat, die mit ähnlichen Problemen kämpfen, ist es ihm bisher noch nie gelungen, einen unsportlichen Menschen zu mehr Bewegung zu animieren. Auch sein Beispiel helfe nicht. «Ich verstehe das nicht. Viele Leute geben lieber Unsummen aus, schlucken täglich Tabletten, als selber etwas zu tun.» 

Schmid nervt auch, dass er für sein Training eine Stange Geld ausgibt, dass sich seine Krankenkasse aber nur beschränkt an den Kosten beteiligt. «Ich bin überzeugt, dass eine Rückenoperation und die anschliessende Reha viel teurer wären.» Das ist leicht möglich: Ein einziger Tag muskuloskelettale Rehabilitation, so der Fachjargon, kostet zwischen 430 und 763 Franken.

Dass die Sache mit der Motivation nicht so gut klappt, weiss Sportmediziner Jürg Kuoni aus bitterer Erfahrung. «Es war ein Frust», erinnert er sich an seine 25 Jahre mit eigener Hausarztpraxis. «Von den 100 Diabetikerinnen und Diabetikern, die zu mir kamen, ist es mir vielleicht bei fünf gelungen, sie von mehr Bewegung zu überzeugen. Bei den Patienten mit Bluthochdruck dasselbe Bild.» Dabei könne Bewegung, gekoppelt mit einer guten Ernährung, Diabetes- oder Blutdruckmedikamente völlig überflüssig machen.

Patienten brauchen regelmässiges Coaching zur Bewegung

Kuoni plädiert weder für tägliche Waldläufe noch für teure Fitnessabos. «Mehr Bewegung im Alltag reicht.» Der Clou liegt für ihn darin, die Bewegung über den Tag aufzuteilen und nicht länger als 50 Minuten am Stück zu sitzen. Und er ergänzt: «Ginge es nach mir, dürften nur Menschen mit Gehbehinderung Lifte und Rolltreppen benutzen.» Zudem sollten Eltern die Vorbildrolle für ihre Kinder wieder stärker übernehmen. «Bewegen sich die Eltern, bewegen sich später auch die Kinder.» Ratschläge nützen wenig, Vorbilder dagegen viel.

Das Problem ist, dass man die Früchte der Aktivität erst in ferner Zukunft ernten kann. Das ist zumindest die Wahrnehmung vieler Betroffener. «Wenn ich jetzt mit Joggen anfange, bekomme ich heute Abend keine Belohnung.» Im Gegenteil: Sport sei erst einmal mit Muskelkater oder mit Gelenkbeschwerden verbunden.

Deshalb genüge es nicht, wenn der Arzt dem Patienten den diffusen Rat gebe, abzunehmen und sich mehr zu bewegen. Jürg Kuoni: «Wenn sich ein längerfristiger Nutzen einstellen soll, braucht es nach dem sogenannten Nudging, dem Anschubsen, regelmässiges Coaching.» Sonst werde nichts aus der Bewegung. 

Ein Coaching hat Rebekka Marti* enorm geholfen. Die 34-Jährige ist Personalfachfrau in einem grossen Spital. Bis vor einem Jahr hatte sie im Abstand von zwei Wochen Migräneanfälle, dazu üble Rückenschmerzen wegen eines Bandscheibenvorfalls. «Wenn meine Putzfrau in die Ferien verreiste, war ich aufgeschmissen», erzählt sie. Und Übergewicht habe die Situation nicht besser gemacht.

Deshalb entschied sich Marti für ein Abo bei den Weight Watchers und für körperliche Betätigung. Seither besucht sie das Gesundheitszentrum von Claude Ammann, dem Präsidenten des Schweizerischen Fitness- und Gesundheitscenter-Verbands. 

So fix wie andere Termine einplanen

«Für mich war es wichtig, dass Bewegung ein fixer Bestandteil meines Lebens wird», sagt Marti. «Wenn ich mir jedes Mal überlegen muss, ob ich noch ins Gym gehen soll, ist das ein Krampf. Inzwischen freue ich mich schon auf die motivierenden Worte der Betreuer im Fitnesscenter.»

Die Sporttasche liegt immer gepackt im Auto. Ausreden sich selber gegenüber lässt sie nicht mehr gelten: «Ich weiss, wie es ist, wenn man vor Rückenschmerzen kaum mehr sitzen kann. Und dass mich ein Migräneanfall total lahmlegt. Das brauche ich nicht mehr.» Das Schönste daran sei, dass sie jetzt zwölf Kilo leichter sei. «Es geht mir so viel besser. Und ich habe keine Tabletten genommen und mich nicht unters Messer gelegt. Ich weiss jetzt: Man kann es schaffen.»

Renato Mattli vom Institut für Gesundheitsökonomie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat mit Kollegen eine Studie durchgeführt, die erstmals den volkswirtschaftlichen Schaden beziffert, den Inaktivität in der Schweiz anrichtet. Dieser betrug 2011 2,5 Milliarden Franken. 

Good News: Auch Gärtnern zählt

Für alle Bewegungsmuffel hat Mattli gute Nachrichten: Denen, die sich am wenigsten bewegen, hilft Bewegung selbst in kleinen Dosen. «Aktiv» ist gemäss seiner Studie schon, wer pro Woche 75 Minuten Sport bei hoher Intensität treibt oder wer sich wöchentlich zweieinhalb Stunden moderat bewegt. «Auch Gartenarbeit gilt als Bewegung», sagt der Gesundheitsökonom.

Es wird lange dauern, bis sich dieses Wissen durchsetzt – vor allem in den Köpfen der Ärzte, aber auch in den Businessplänen der Pharmaindustrie, die mit Medikamenten gegen Bluthochdruck, Diabetes, Krebs und Übergewicht jedes Jahr Milliardenumsätze macht.

So hilft Bewegung gegen Krankheiten

Krebs
Wer sich regelmässig bewegt, hat statistisch gesehen ein um 20 bis 30 Prozent verringertes Risiko, an Krebs zu erkranken. Bei sportlichen Krebspatienten ist das Rückfallrisiko nachweislich kleiner als bei unsportlichen, sie vertragen die Chemotherapie deutlich besser, und die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Heilung ist erhöht. Besonders gut erforscht ist das bisher bei Brust-, Darm- und Prostatakrebs. Auch bei Leukämie zeigen Studien positive Auswirkungen. Noch weiss man nicht genau, weshalb Sport einen direkten Einfluss auf Krebs hat. Als wahrscheinlich gilt: Sport wirkt auf die Sexualhormone, entfaltet eine antioxidative Wirkung und verbessert so die Reparaturmechanismen in den Zellen.
 

Diabetes
Bewegung ist das wirksamste Medikament gegen Diabetes, auch wenn Ärzte die Patienten lieber auf Tabletten und Insulinspritzen setzen. Wenn man Muskeln beansprucht, reagieren Körperzellen empfindlicher auf Insulin. Sie können bei gleicher Menge Insulin mehr Glukose aus dem Blut aufnehmen. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel, und die Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produziert, wird weniger stark belastet. Im besten Fall verschwindet der Typ-2-Diabetes ohne Medikamente völlig.
 

Depression, Burn-out und Angststörung
Schon eine Stunde Sport pro Woche senkt das Risiko für Depression und Angststörungen. Bewegung hilft auch bei der Therapie von psychischen Erkrankungen. Das zeigt eine niederländische Studie mit über 7000 Testpersonen. Demnach kann Bewegung Verhaltenstherapie und Medikamente ersetzen. Wichtig ist, dass der Sport auf den Patienten abgestimmt ist. Der eine profitiert mehr von Ausdauer-, der andere mehr von Krafttraining. Wichtig ist, dass die Bewegung Freude macht. Auch Burn-out-Patienten profitieren: Durch Sport regeneriert sich das parasympathische Nervensystem, das für die Erholung zuständig ist.
 

Alzheimer und Demenz
Der genaue Grund ist zwar nicht bekannt, aber der Zusammenhang scheint gesichert zu sein: Wer übergewichtig ist, riskiert, früher an Demenz zu erkranken. Eine gross angelegte US-Studie hat aufgezeigt, dass die dicksten Studienteilnehmer durchschnittlich sechs Jahre früher dement wurden als normalgewichtige Gleichaltrige. Autopsien haben ergeben, dass sich im Gehirn übergewichtiger Menschen die für Alzheimer typischen Proteine vermehrt anreichern. Ob das ausschlaggebend ist, ist noch unklar. Die Ansprechbarkeit der Zellen auf Insulin soll aber eine Rolle spielen, denn Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, an Alzheimer zu erkranken.
 

Osteoporose
Osteoporose oder Knochenschwund ist bei Menschen über 60 Jahren häufig. Die Skelettdichte ist abhängig vom Wechsel des Knochenstoffs. Dieser wiederum hängt mit der Ernährung und der Belastung zusammen. Sport wirkt vorbeugend gegen Osteoporose. Hinzu kommt: Gezieltes Training kann gemäss neuen Erkenntnissen auch die verminderte Knochendichte wieder erhöhen.
 

Asthma
Wegtrainieren kann man Asthma zwar nicht, aber die Belastungsgrenze lässt sich nach oben verschieben. Dabei eignet sich Schwimmen besser als Laufen. Denn die feuchtwarme Luft von Hallenbädern tut den Bronchien gut. Vorsicht ist allerdings geboten bei Patienten, die allergisch auf Chlor reagieren.

*Name der Redaktion bekannt

«Wissen, was dem Körper gut tut.»

Chantal Hebeisen, Redaktorin

Wissen, was dem Körper gut tut.

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1 Kommentar

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David Brunner, Wetzikon
"Noch ist aber nicht ganz klar, welche Heilungsprozesse sportliche Betätigung im Körper auslöst." Was soll das nun wieder ? Es reicht, wenn man weiss, dass neben einer gesunden Ernährung Fitness hilft und heilt und vorbeugt. Das ist eine Binsenwahrheit, das weiss jeder, seit jeher. Dieses (pseudo-)wissenschaftliche Getue ist nicht nur ein anmassender Anspruch, man würde und müsse alles verstehen, sondern auch eine Art Willkür und Verlogenheit, zu tun, was beliebt, und zu lassen, was anstrengt. Die forcierte Wissenschaftsgläubigkeit dient wohl auch dazu, Menschen und Gesellschaft zu lenken. Der Verweis und die Beschränkung auf wissenschaftliche Erkenntnisse passen gut zur professionalisierten Verantwortungslosigkeit und zur zunehmenden Fremdbestimmung und Verrechtung des Lebens.

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