Es gibt viel zu lesen über Männer in diesen Tagen. Vieles davon ist schlecht. Mit Donald Trump und Jeffrey Epstein dominieren seit Anfang Jahr zwei besonders schwierige Beispiele die Weltpresse. Und dann, als wäre das nicht geballte Manneskraft genug, fand in Zürich eine Männermesse statt.

Der Event brachte Reporterin Ronja Beck, 33, von der «Republik» und Reporter Daniel Faulhaber, 35, vom Beobachter auf eine Idee: einen ganzen Tag lang die Männer und ihre Begleiterscheinungen beobachten, die ihnen von morgens bis abends begegnen. In sich hineinzulauschen, was die Herren mit ihnen anstellen. Und alles unabhängig vom anderen in zwei Protokollen festzuhalten, die später zu einem Text vereint würden. Es war ein Experiment, das nie auf Vollständigkeit beruhen sollte, dafür aber auf Hoffnung: darauf, dass es sich lohnt, die kleinen Rollenspiele im Blick zu behalten – bei den Männern wie bei einem selbst.

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