100 Dezibel heisse Luft
Der Zürcher Abstimmungskampf über ein Laubbläserverbot zeigt was über heutige Politik: Einmal kräftig reinblasen und dann, äh … Worum gings gerade noch mal? Vier Strategien für einen erfolgreichen Kulturkampf. Und ein Argument dagegen.

Veröffentlicht am 20. September 2025 - 06:00 Uhr

Politisches Schattenboxen: Zürich stimmt über ein Laubbläserverbot ab (Symboldbild).
Wenige Dinge polarisieren so wie Laubbläser. Und so kommt es, dass in der Stadt Zürich erwachsene Menschen am 28. September darüber abstimmen, ob man Laub und anderen Unrat während des ganzen Jahres herumblasen darf. Oder ob das nur während dreier Monate im Herbst und mit elektrischem Antrieb statt Benzinmotor erlaubt (!) sein soll.
Eine entsprechende Einschränkung forderten linke Parteien im Stadtrat. SVP, FDP, Mitte und EVP haben dagegen das Parlamentsreferendum ergriffen. Die Gegnerinnen des Verbots sprechen von einer «Parodie der Demokratie». Linke schimpfen auf den «Offroader unter den Gartengeräten».