Das Millionen-Chaos in der FDP-Buchhaltung
Excel-Panne, vergessene Millionen, illegale Spenden: Die FDP verstiess gegen das neue Transparenzgesetz und schrammte knapp an einer Strafanzeige vorbei. Will sie die Milliardärsfamilie Schmidheiny als Spender geheim halten?
Mitte Oktober letzten Jahres platzte der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) der Kragen. Seit Ende Juni hätte die FDP wie alle anderen Parteien ihre Einnahmen für das Vorjahr offenlegen müssen. So wollen es die neuen Transparenzregeln in der Schweizer Politik, die seit Herbst 2023 gelten. Nationale Parteien müssen seither ihre Einnahmen sowie Spenden über 15’000 Franken pro Person und Jahr offenlegen.
Doch die FDP meldete als einzige Partei fehlerhafte Zahlen. Ende August korrigierte sie ihre Einnahmen aus 2024 nachträglich um 3,2 Millionen Franken – von ursprünglich 3,4 auf 6,6 Millionen Franken. Ausgerechnet die FDP, die sich gern mit Wirtschaftskompetenz rühmt, schludert bei der Buchhaltung?

