
Veröffentlicht am 7. August 2026 - 05:00 Uhr

Ein Soldat bedrohte seinen Bruder mit dem Sturmgewehr und erschien danach zum WK, als wäre nichts gewesen.
Ein Soldat rief «Sieg Heil» beim Küchendienst und warf mit Getränkebidons um sich. Ein anderer wurde kurz vor dem Start seiner Rekrutenschule von der Polizei festgenommen. Er hatte bei einer Demonstration in Bern eine Frau, die er als Feministin ausmachte, mit einem Klappmesser bedroht und mit «huere Schlampe, du hesch sicher e Neger aus Fründ» beschimpft. Beide Männer wurden später aus dem Armeedienst entlassen.
Diese Fälle sind nur einige von 61 Meldungen, die 2025 bei der Fachstelle Extremismus in der Armee eingingen – ein deutlicher Anstieg. Schwankungen seien jedoch «üblich», heisst es im Tätigkeitsbericht der Fachstelle. In den Jahren zuvor lag der Durchschnitt bei etwa 40 Meldungen. Rund drei Viertel der Fälle betrafen Rechtsextremismus, was dem Muster der Vorjahre entspreche.