Ein junger Mann ist nach einem schweren Sturz querschnittgelähmt. Seine Unfallversicherung will ihm die Geldleistungen kürzen. Er wehrt sich dagegen. Zuletzt muss das Bundesgericht urteilen: War das zum Unfall führende Verhalten des Mannes grob fahrlässig, ein relatives oder ein absolutes Wagnis? Was nach juristischer Wortklauberei klingt, ist für den Mann existenziell und wird lebenslange Konsequenzen nach sich ziehen.

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Es war ein für diese Jahreszeit ungewöhnlich nasser und kalter Tag Ende Mai 2021. Trotzdem spielte Mathis Reymond draussen Fussball. Zum Schutz der Persönlichkeit des jungen Mannes verwendet der Beobachter in diesem Text einen fiktiven Namen. Der damals 19-jährige Waadtländer wird als sportlich beschrieben. Als überdurchschnittlich beweglich und mit einem überdurchschnittlich guten Gleichgewicht. Warum diese Eigenschaften im Urteil des Bundesgerichts speziell hervorgehoben werden, zeigt sich im späteren Ablauf des Geschehens.