Seine Nachbarin fand ihn auf dem Küchenboden liegend. Blut lief ihm aus der Nase, auf dem Tisch lag eine gebrauchte Spritze. Das Fenster stand offen. Die eisigen Temperaturen im Norden der Ukraine bremsten die Verwesung.

Es war der 7. Februar, ein Samstag, als die Nachbarin in Sumy, einer Stadt nahe der Frontlinie, den Toten fand. «Vergiftung durch unbekannte Substanzen», heisst es etwas kryptisch auf dem Totenschein – vermutlich eine Überdosis.

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