Die Schweiz ist ein Eldorado für Anlageschwindler (dazu ein ausführlicher Beobachter-Bericht aus dem Jahr 2012). Unter den aktivsten Betrügern befanden sich der Deutsche Hans-Jürgen Käfer und seine Partnerin Karin Kyung Mi Käfer-Zoller. Mit jahrelanger Verzögerung wurde den beiden nun der Prozess gemacht. Der Beobachter warnt und schreibt seit den Neunziger Jahren regelmässig über die Machenschaften der Käfers.

Fünf Personen verurteilt

 

Nun sind Käfer und seine Frau vom Zuger Strafgericht wegen gewerbsmässigen Betrugs und mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt worden. Die Urteile liegen handelszeitung.ch vor. Jürgen Käfer muss sechs Jahre ins Gefängnis. Seine Frau erhielt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren, mit einer Probezeit von vier Jahren.

 

Mittäter G. P., der schon versucht hatte, die Beobachter-Berichterstattung zu sabotieren, wurde wegen Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug verurteilt. Er bekam eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten, Probezeit: drei Jahre. Ebenfalls verurteilt wurde A. K., auch er wegen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigen Betrugs. Er erhielt 20 Monate und eine Probezeit von zwei Jahren. Der fünfte im Bunde, Daniel K., kassierte wegen mehrfach versuchter ungetreuer Geschäftsbesorgung und Misswirtschaft eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten mit einer Probezeit von zwei Jahren. Alle Täter sind deutsche Staatsbürger, die seit Jahren in der Schweiz im Aktienverkauf tätig sind. Praktisch alle waren auch am Anlageskandal um die ASE Investment beteiligt.

Jürgen Käfer und seine Frau Karin Kyung Mi Käfer-Zoller führten ein Luxusleben – mit dem Geld fremder Leute. Das hat nun ein Ende. (Bild: SRF)

Quelle: SRF Kassensturz
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Mit den noch nicht rechtskräftigen Urteilen neigt sich ein Kapitel um einen grossen Millionenbetrug dem Ende zu. Hunderte von Kleinanleger waren mit Versprechungen und Scheinfirmen systematisch in die Falle gelockt worden.

 

 

 

  • Hinweis: Die SRF-Sendung «Kassensturz» wird am Dienstagabend, 5. April, auf SRF 1 ausführlich darüber berichten.