
Veröffentlicht am 28. April 2026 - 06:00 Uhr

Wer einer Straftat beschuldigt wird, muss sich nicht selbst belasten und kann daher die Aussage verweigern.
Der juristische Marathon rund um das Brandunglück von Crans-Montana startete Anfang April mit einem kurzen Auftritt: Nach nur 15 Minuten war die Befragung des ehemaligen Brandschutzverantwortlichen vorbei. Sein Statement: Schweigen.
Es muss längst kein strafrechtlicher Fall von nationalem Interesse sein, um ins Visier der Justiz zu geraten. Ein Unfall oder ein Missverständnis im Alltag genügen, und man findet sich im Verhörzimmer wieder. Der Fall Crans-Montana wirft ein Schlaglicht darauf, wie wichtig es ist, die eigenen Rechte zu kennen: Bin ich verpflichtet, auszusagen? Muss ich die Wahrheit sagen? Und wann ist Schweigen tatsächlich Gold? Der Beobachter fasst die wichtigsten Regeln für den Ernstfall zusammen.