Die meisten erwischt es in der kalten Jahreszeit mindestens einmal: Erkältung, Grippe Grippe Wie gefährlich ist sie wirklich? oder Magen-Darm-Geschichten. «Kalte und trockene Luft kann uns anfälliger machen für eine Ansteckung», erklärt David Fäh von der Berner Fachhochschule. «Viren überleben zudem bei tiefen Temperaturen länger ausserhalb des Körpers.» 

Hat es einen einmal erwischt, sind Ruhe und genug Schlaf wichtig, aber auch die Ernährung sollte angepasst werden. Das kann Linderung bringen. «Viele Massnahmen haben sicher zumindest einen Placeboeffekt», sagt Fäh. «Und im Gegensatz zur Chemie aus der Apotheke keinerlei Nebenwirkungen.»

Welche Ernährung hilft, wenn man krank ist?

1. Bei Erkältung und Grippe

Viel trinken Trinken Die Quelle des Wohlbefindens ist das Wichtigste. Das hält die Schleimhäute feucht und sorgt so für eine freiere Nase. Es unterstützt das Abfliessen des Schleims und hilft, die Erreger möglichst rasch auszuscheiden. Zudem verliert der Körper beim Fieberschwitzen, bei Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit. Das erschöpft und löst Kopfschmerzen Kopfschmerzen Kurieren mit Köpfchen aus. 2,5 Liter Leitungswasser, stilles Mineralwasser oder ungesüsster Tee pro Tag sollten mindestens sein.

Hühnersuppe mit Knoblauch, Kräutern, Gemüseeinlage oder Linsen beruhigt und hilft. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Sie enthält Eiweiss, Vitamine, Mineralien und Elektrolyte. Der Knoblauch wirkt entzündungshemmend und regt das Immunsystem an.

Warme (nicht heisse) Getränke beruhigen den wunden Hals und helfen bei verstopfter Nase und Verschleimung. Gut eignet sich grüner Tee Medizin Besser Tee trinken statt abwarten , er enthält natürliche Stoffe zur Infektionsbekämpfung. Honig, eine cremige Suppe, Kartoffelstock oder Vanillecreme legen eine Art Schutzfilm auf die wunden Stellen und beruhigen.

Zitrusfrüchte enthalten viel natürliches Vitamin C und Flavonoide, die antivirale und antibakterielle Eigenschaften haben. Gemäss Studien lindern sie Beschwerden und reduzieren die Dauer einer Erkältung. Zum Trinken können sie etwa als Tee mit Zitronensaft und Honig aufgenommen werden, bei entzündetem Hals als Glace.

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Würzige Speisen mit ein wenig Kurkuma, Zimt, Chili, Wasabi oder Meerrettich sowie Tee aus frisch geriebenem Ingwer lassen die Schleimhäute abschwellen und helfen bei entzündeten Nasennebenhöhlen. Chilischoten sollen die Durchblutung fördern und Schmerzen lindern.

Vitamine, Mineralien und gesunde Fette unterstützen das Immunsystem. Zu empfehlen ist zum Beispiel grüner Salat, klein geschnittenes Gemüse und vielleicht ein Stück Lachs.

2. Was essen bei einem Magen-Darm-Infekt?

Viel trinken hilft, Bakterien und Viren zu bekämpfen und auszuscheiden. Zudem wird verlorene Flüssigkeit ersetzt. Ausgeschiedene Elektrolyte kann ein Sportdrink ersetzen. Im Minimum sollte man 2,5 Liter täglich trinken. Warme Tees, zum Beispiel mit Fenchel, Ingwer oder Pfefferminze, beruhigen den Magen.

Leicht verdauliche Kost wie Zwieback, Cracker, Brezeln, Salzstangen, trockener Toast, gegarte Kartoffeln, Naturreis, gebackenes Poulet ohne Haut belastet den Magen nicht. Studien zeigen, dass es die Dauer und den Verlauf der Infektion negativ beeinflusst, wenn man nichts isst.

Kleine Portionen und Nahrungsmittel mit wenig Geruch machen weniger Mühe beim Essen und Verdauen. Bananen und Apfelmus sind einfach zu verdauen und führen dem Körper verlorenes Kalium und Magnesium zu.

3. Davon lassen Sie besser die Finger

  • Süsses hilft der Seele Ernährung Futtern für die gute Laune . Aber zu viel davon kann das Abklingen der Entzündungen behindern, begünstigt Kopfschmerzen und bremst die Arbeit des Immunsystems.
  • Raffinierte Kohlenhydrate wie in Weissbrot, Nudeln oder Crêpes lassen den Insulinspiegel nach oben schiessen und können so Entzündungen fördern.
  • Fettige Nahrungsmittel wie Frittiertes enthalten oft künstliche Transfette, die entzündungsfördernd wirken. 
  • Milchprodukte könnten zur Schleimbildung in der Lunge beitragen, heisst es seit langem. Mehrere Studien zeigen jedoch, dass es da keinen Zusammenhang gibt. Milch gilt allerdings auch als Auslöser von Kopfschmerzen und Durchfall.
  • Stark riechende Speisen können Übelkeit verstärken.
  • Blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Brokkoli, Bohnen, Kohl belasten den Magen und begünstigen Durchfall.
  • Alkohol, Koffein und kohlensäurehaltige Getränke können Durchfall schlimmer machen. 
  • Harte Speisen fördern Kopfschmerz, weil man intensiv kauen muss – und reizen den wunden Hals.
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Tipps: Das hilft gegen Viren

  • Waschen Sie sich regelmässig die Hände (etwa 15 Sekunden lang) mit warmem Wasser und Seife – insbesondere wenn Sie nach Hause kommen.
  • Tragen Sie im öffentlichen Verkehr Handschuhe
  • Lassen Sie die Finger von Mund, Augen und Nase.
  • Trockene Luft macht die Schleimhäute anfälliger für Infektionen. Ein Luftbefeuchter, Nasensprays mit Salzwasser oder Nasensalben können helfen. 
  • Nehmen Sie Früchte, Gemüse und genügend Flüssigkeit zu sich. 
  • Sonnenlicht hellt die Stimmung auf und stärkt die Abwehrkräfte durch körpereigene Vitamin-D-Produktion. 
  • Regelmässige Bewegung und ein gesundes Gewicht halten das Immunsystem fit. 

 

Quelle: Dr. David Fäh

Habe ich eine Grippe oder Erkältung?

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«Ich glaube, ich habe die Grippe!» Das ist oft falsch, denn die meisten haben nur einen grippalen Infekt. Hä, was ist da der Unterschied? – Ärztin Claudia Twerenbold erklärts.

Quelle: Beobachter Bewegtbild

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Chantal Hebeisen, Redaktorin

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