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Schwarztee

Schwarztee

Wenn die Augenlider geschwollen sind.

Quelle: Anne Seeger
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Gerbstoffe haben viele Fähigkeiten. Sie wirken entzündungshemmend und mindern Schmerz- und Juckreiz. Enthalten sind sie unter anderem im Schwarztee, der bei geschwollenen Augenlidern oder juckenden Augen gut hilft. Bei Augenproblemen ist er dem Kamillentee vorzuziehen, «weil die Kamille als Korbblütler allergische Reaktionen auslösen kann», sagt Carla Wullschleger, Apothekerin bei der St.-Peter-Apotheke in Zürich.

Zubereitung: 1 EL mit 150 ml heissem Wasser aufgiessen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, damit sich die Gerbstoffe entfalten können.

Anwendung: Eine Gazekompresse oder ein nicht fusselndes Wattepad mit dem leicht abgekühlten Tee tränken und zweimal täglich fünf Minuten auf die geschlossenen Augen legen.

Salbeitee

Salbeitee

Wenn es im Hals kratzt.

Quelle: Anne Seeger

Zum Gurgeln ist Salbei das Beste. Seine Blätter enthalten unter anderem ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe und wirken antientzündlich, viren- und bakterienhemmend sowie schleimlösend. Wichtig: Für stillende Frauen ist Salbeitee ungeeignet, da er die Milchproduktion hemmt. Während der Schwangerschaft ist der Konsum in der empfohlenen Dosierung aber unproblematisch.

Zubereitung: 1 TL mit 150 ml heissem Wasser aufgiessen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen.

Anwendung: Dreimal täglich gurgeln.

Johanniskraut

Johanniskraut

Wenn die Stimmung Achterbahn fährt.

Quelle: Anne Seeger

Johanniskraut ist bei Stimmungsschwankungen sowie leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen beliebt. Die enthaltenen Stoffe Hyperforin und Hypericin wirken antidepressiv und beruhigend, Flavonoide entzündungshemmend. «Aber wie es genau wirkt, ist nicht bekannt», sagt Apothekerin Carla Wullschleger. «Das ist charakteristisch für pflanzliche Arzneimittel: Es ist ein Zusammenspiel aller enthaltenen Substanzen.» Für eine Wirkung sollte man den Tee über drei bis fünf Wochen trinken. Gut zu wissen: Wer Johanniskraut als Tee trinkt, muss keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten befürchten – wie sie bei höher dosierten Extrakten vorkommen können.

Zubereitung: 2 TL mit 150 ml heissem Wasser aufgiessen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.

Anwendung: Zweimal täglich 1 bis 2 Tassen Tee.

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Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

Wenn der Magen Probleme macht.

Quelle: Anne Seeger

Magen- und Darmbeschwerden gehen oft Hand in Hand mit seelischen Problemen. Bei leichtem Unwohlsein im Magen-Darm-Trakt im Zusammenhang mit Stress empfiehlt Apothekerin Carla Wullschleger die Blätter der getrockneten Zitronenmelisse. Die ätherischen Öle im Tee wirken beruhigend und krampflösend, die Bitterstoffe regen die Magen- und Gallensaftproduktion an, fördern die Verdauung und lindern Blähungen. Die Melisse ist auch für Kinder unbedenklich und kann bei Angstzuständen ebenso angewendet werden wie bei Schlafstörungen .

Zubereitung: 1 TL mit 150 ml heissem, nicht kochendem Wasser aufgiessen und 7 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Die Öle sammeln sich derweil in Form von kleinen Tröpfchen am Deckel und gehören zurück in den Tee.

Anwendung: Dreimal täglich 1 Tasse, Kinder unter zwölf Monaten 1 Tasse über den Tag verteilt.

Orangenblüten

Orangenblüten

Wenn das Schlafen schwerfällt.

Quelle: Anne Seeger

Über 30 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz haben Ein- und Durchschlafstörungen, 10 bis 20 Prozent gar einen chronisch gestörten Schlaf. Hier tut die getrocknete, vollständige Blüte der Bitterorange gute Dienste. Sie ist ein wahres Kraftpaket an ätherischen Ölen. Diese haben eine beruhigende Wirkung und eignen sich deshalb zur Behandlung von Schlafstörungen. Dabei spielt auch die Aufnahme des Aromas durch die Nase eine Rolle. «Es ist quasi eine Aromatherapie, die man trinkt», so Wullschleger. Auch Säuglingen kann man Orangenblütentee bedenkenlos zu trinken geben.

Zubereitung: 2 TL mit 150 ml heissem Wasser aufgiessen und zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen.

Anwendung: Bei Bedarf. Damit sich die wirkungsrelevanten ätherischen Öle optimal entfalten, ist es wichtig, den Tee langsam und schluckweise zu sich zu nehmen.

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Schluss mit Schlafproblemen
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Tipps für den Teekauf

Pflanzen für den jeweiligen Tee kauft man idealerweise in Teeläden, Apotheken oder Drogerien im Offenverkauf und so gross wie möglich. Die Pflanze erst kurz vor der Zubereitung zerkleinern, damit die wichtigen Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe nicht verloren gehen. Carla Wullschleger rät, beim Kauf auf Arzneibuch- oder Bioqualität zu setzen, damit eine Prüfung auf Rückstände wie Pestizide oder Schwermetalle garantiert ist.

Tipp: leere Teebeutel kaufen und diese mit Tee aus dem Offenverkauf füllen.

«Wissen, was dem Körper gut tut.»

Chantal Hebeisen, Redaktorin

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