Am Anfang steht oft der Trennungsschmerz: Um in einer kleinen Wohnung Platz zu schaffen, muss zuerst das unter Umständen liebgewonnene, aber doch nie gebrauchte Gerümpel raus – in den Müllsack, in die Mulde oder zum Recyclinghof. Dann gilt es, alles nur selten oder saisonal Benötigte andernorts unterzubringen. Eine banale Sache? Nein. Denn in vielen Kellern und Dachböden regiert das Chaos. Doch mit der richtigen Taktik beim Auslagern kann man dagegen angehen.

Welches Stück sinnvollerweise wo seinen Platz findet, hängt von seiner Grösse und vom Gewicht, aber auch von den Klimabedingungen in den entsprechenden Räumen ab. So liegt es auf der Hand, dass man gerade auf Estrichen, die nur über eine Klappleiter zu erreichen sind, besser nur leichte und kleinere Gegenstände auf­bewahrt. Und ist der Estrichraum zum Dach hin nicht isoliert, wird es im Sommer sehr heiss und im Winter bissig kalt: Empfindliches Lagergut wie die alte Hi-Fi-Anlage, Vinylplatten oder Dias können Schaden nehmen.

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Kampf dem Kellermief

Der Keller ist meist leichter zugänglich, hat aber auch seine klimatischen Tücken. Vor allem die Feuchtigkeit ist oft ein Problem – mit dem Risiko schimmelnder Kartonkisten oder des typi­schen muffigen Kellerdufts an eingelagerten Kleidern. Abhilfe schafft regelmässiges Stoss­lüften oder, falls die Möglichkeit dazu fehlt, die Installation eines Luftentfeuchters mit Hygrostat. Dieser lässt die Feuchtigkeit beispielsweise in einem rund 16 Grad kalten Keller möglichst nicht über die 60-Prozent-Marke steigen – je höher die Temperatur ist, ­desto tiefer sollte die relative Luftfeuchtigkeit liegen.

Um den Kellerraum oder den Estrich optimal zu nutzen, eignen sich Regalsysteme, wie sie viele Möbelhäuser oder Baumärkte speziell für den Keller anbieten. Man stellt sie entlang den Wänden auf. Falls nötig und wenn Platz vorhanden ist, kann man mit weiteren Regalen im Raum ein gang­artiges Lagersystem errichten – der Abstand zwischen den Regalen sollte jedoch mindestens einen Meter betragen. Zur Auf­bewahrung der einzelnen Stücke eignen sich alle stapelbaren Kartons oder Plastikboxen. Letztere sind auch mit Rollen erhältlich. Dies ist vor allem für Boxen sinnvoll, die unter dem ­Kellerregal direkt auf dem Boden stehen oder im Estrich an einem schwer zugänglichen Ort. So kann die Box, egal wie schwer, zur bequemen Entnahme hervorgerollt werden.

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Ein System hilft, Stücke wiederzufinden

Um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten und um Schimmelbildung vorzubeugen, sollte zwischen Lagergut und Wand immer ein Abstand von rund zehn Zentimetern bestehen. Es ist im Keller auch nicht ratsam, Kartonschachteln direkt auf den Boden zu stellen. Sie gehören auf die oberen Regalböden oder zumindest auf Holzlatten.

Wichtig ist auch ein System, um die aus­gelagerten Stücke schnell wiederzufinden. Dass man Kisten oder Kartons mit dem Inhalt beschriftet, ist das mindeste. Gerade in Miets­häusern, wo das Kellerabteil oder der Estrich eventuell weit entfernt sind, lohnt es sich, eine Liste anzulegen, die zeigt, welche Stücke wo ­genau aufbewahrt werden. Selbstverständlich gibt es zu diesem Zweck bereits entsprechende Software. So bietet zum Beispiel Rotho, ein Hersteller von Kunststoff­boxen, mit «AppMyBox» ein Archivierungs­system an, mit dem man zu jeder Box die Bilder des Inhalts und weitere ­Informationen speichern kann.

Besitz bei Freunden oder Profis einlagern

Spätestens wenn im Estrich und im Keller jeder Quadratzentimeter besetzt ist, aber immer noch Material wegmuss, drängt sich eine externe Lösung auf. Vielleicht findet man bei Freunden oder Verwandten freie Flächen. Falls das nicht klappt, besteht die Möglichkeit, Lagerraum zu mieten. Angebote für «Selfstorage» gibt es ­vielenorts. Die Mietpreise orientieren sich meist an der beanspruchten Fläche und am angebotenen Service. So gibt es Selfstorage-Räume, zu denen man 24 Stunden Zutritt hat, und andere, die einem nur wochentags zu bestimmten Zeiten offenstehen. Aufgrund der meist relativ hohen Preise eignet sich diese Lösung aber ­primär für ein kurzfristiges Auslagern.

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Links zum Thema

Eine Auswahl schweizweiter Anbieter externer Lagerräume:

  • www.zebrabox.ch
  • www.selfstorage-ltd.ch
  • www.welti-furrer.ch/lagerungen