
Veröffentlicht am 30. November 2025 - 06:00 Uhr

Aus Spargründen: Der Bund will die Holzdeklarationspflicht klammheimlich abschaffen.
War die Eiche in Wirklichkeit eine Buche? Stammt sie wirklich aus der Schweiz oder doch eher aus Rumänien, Finnland oder Polen? Solche Angaben müssen Baumärkte, Onlinemöbelhändler oder Schreinereien seit 2012 machen. Die Kundschaft soll wissen, was sie kauft, und das Gesetz soll helfen, gegen illegales Holz vorzugehen.
Doch diese Deklarationspflicht könnte bald wegfallen. Wie der Beobachter kürzlich berichtete, droht sie den Sparplänen des Bundes zum Opfer zu fallen – obwohl damit nur rund 250’000 Franken jährlich gespart würden. Aus Konsumentenperspektive wäre das schlecht. Denn bereits jetzt häufen sich die Beanstandungen wegen mangelhafter Holzlabel. Das zeigen die bislang geheimen Kontrollberichte der letzten Jahre des eidgenössischen Büros für Konsumentenfragen. Der Beobachter erhielt gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erstmals Einsicht.