Wer sich über ein fehler­haftes Produkt ärgert oder sich über eine schlechte Dienstleistung beklagen will, hat es nicht leicht. Keiner fühlt sich zuständig; der Verkäufer verweist auf den Hersteller und der auf den Verkäufer. Oder man weiss erst nach einem Irrlauf durchs Internet, bei wem man sich beschweren muss. Das will die Stiftung für Konsumen­tenschutz (SKS) ändern. Sie will im Herbst die Onlineplatt­form Beschwerdeleicht.ch aufschalten. Darauf wird man unkompliziert Rekla­­-ma­tionen schreiben können. Beschwer­de­leicht.ch sorgt dann dafür, dass sie bei der richtigen Stelle ankommt.

Crowdfunding als Finanzierungsmodell

Bei der Finanzierung des 60'000-Franken-Projekts geht die SKS neue Wege. Jeden sechsten Franken will sie per Crowdfunding sammeln. Geschäftsleiterin Sara Stalder: «Wir sprechen vor allem jene Konsumenten an, die im Internet zu Hause sind. Deshalb richten wir uns bei der Finanzierung speziell an sie.» Als Gegenleistung baue die SKS ein Internettool, das allen Konsumenten offenstehe. Mit dem Projekt wollen die Konsumentenschützer auch testen, wie gut Crowdfunding funktioniert, um Gelder für genau umrissene Projekte zu sammeln. Aber nicht nur: «Wir wollen breit finanziert sein und deshalb die verschiedensten Kanäle nutzen», so Stalder. Die SKS wolle ja nicht zu mehr als der Hälfte von der öffentlichen Hand abhängig sein.