Nein, auf keinen Fall! Uns sind solche sogenannten Phishing-Mails bekannt. Sie sind meist pseudooffiziell formuliert, mit vermeintlichen Fachausdrücken gespickt und erwecken so den Eindruck, dass es sich um eine seriöse Mitteilung handle.

Das klingt etwa so: «Aufgrund von sicherheitstechnischen Mängeln im Merchant-System einiger namhafter Firmen sehen wir uns als verantwortungsbewusstes Unternehmen in der Pflicht, unsere Kunden über Sicherheitsrisiken aufzuklären und die erforderlichen Schritte einzu­leiten. Zu diesem Zweck bitten wir Sie als Mastercard-Kunde, unser Formular zur Kartenverifikation auszufüllen.» Der Absender kommt ebenfalls formell daher und nennt sich zum Beispiel Harald Fischer vom «Mastercard Europe Customer Security Support».

Solche Mails sind Fälschungen. Keine Kartenfirma und keine Bank würde Sie per E-Mail auffordern, Ihr Passwort auf diese Art und Weise bekanntzugeben. Hinter solchen E-Mails stecken Betrüger. Sie versuchen, an die Karteninforma­tionen heranzukommen, um damit in Ihrem Namen einzukaufen. Denn kennen sie den Sicherheitscode, können sie damit im Internet Waren beziehen oder teure Flüge buchen.

Verwenden Sie einen Spamfilter

Am besten reagiert man auf solche E-Mails gar nicht und löscht sie. Damit sie gar nicht erst im Postfach landen, sollten Sie den Spamfilter für die Mailbox anpassen. Spammer, die Ihnen solche elektronische Post schicken, kommen an Ihre E-Mail-Adresse, indem sie im Internet danach suchen oder Adress­dateien kaufen. Nicht selten fügen sie die Adressen auch selber zusammen: Sie kombinieren einfach irgendwelche Namen und häufige Domains (etwa peter.muster@domain.ch).

Verwenden Sie die Spamfilter, die der Internetprovider oder das Mailprogramm zur Verfügung stellt. Falls Sie trotz diesen Filtern noch Spam erhalten: Löschen Sie die Nachrichten, ohne sie zu öffnen. Und verwenden Sie für Ihre Internetgeschäfte oder Teilnahme an Foren eine andere E-Mail-Adresse.

Mehr zu Konsumfallen bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Mit vermeintlichen Gewinnversprechen versuchen dubiose Firmen, nicht nur sich selbst zu bereichern, sondern auch an Personendaten zu gelangen. Guider zeigt seinen Mitgliedern, wie sie Konsumfallen erkennen, wie sie sich dagegen wehren und diese mittels Musterbrief direkt dem Seco melden können.

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