Klaus Gerter singt für sein Leben gern. Er ist daher seit fünf Jahren Teil eines Chors in der Nähe von Solothurn. Es ist sein einziges Hobby, mehr liegt finanziell nicht drin. Gerter, der in Wirklichkeit anders heisst, bezieht Sozialhilfe und muss jeden Monat rechnen, damit er alle Rechnungen bezahlen kann. Seine Familie hat ihm in der Vergangenheit immer wieder mit Geld ausgeholfen. Aber seit kurzem hat seine Tochter eine junge Familie und kann ihn daher nicht mehr finanziell unterstützen. Zum Sohn hat er schon seit Jahren keinen Kontakt mehr. Der Chor bietet Gerter nicht nur ein freudvolles Hobby, es ermöglicht auch regelmässige soziale Kontakte.

Ende des Jahres gibt der Chor ein Winterkonzert. Damit bis zum grossen Auftritt alles sitzt, wird kurz davor ein ganzes Wochenende intensiv geprobt. Dies findet traditionell mit einer Übernachtung und Vollpension statt. Natürlich tragen die Chormitglieder die Kosten von 210 Franken selbst. Für Gerter ist dies zu teuer. Er muss bereits die Mitgliedergebühr für den Chor von seinem Grundbedarf bezahlen. Seine Beiständin empfiehlt ihm, ein Gesuch bei der Stiftung SOS Beobachter einzureichen.

Sie übernimmt die Kosten für das Wochenende. Klaus Gerter bleibt so auch bei diesem ausserordentlichen Anlass Teil der Chorgemeinschaft.