Sabina Frei lebt seit einiger Zeit in einem Wohnheim für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sie leidet an einer schweren Schizophrenie und zieht sich im Alltag stark zurück. Soziale Kontakte ausserhalb des Heims pflegt sie kaum. Die wichtigsten Bezugspersonen sind ihre Eltern.

Ein bedeutender Bestandteil des Alltags von Sabina Frei, die in Wirklichkeit anders heisst, ist das Mobiltelefon. Mit diesem verbringt die 48-Jährige viel Zeit, vor allem mit Onlinespielen. Dabei kann sie innere Unruhe abbauen, den Tag strukturieren und virtuell soziale Kontakte pflegen. 

200 Franken eigener Sparbatzen

Als auf Freis veraltetem Handy viele neue Spiele nicht mehr funktionieren, wendet sie sich an ihren Beistand. Mit dem knappen Einkommen aus einer Invalidenrente und Ergänzungsleistungen ist die Anschaffung eines leistungsstarken Geräts aber kaum möglich. Der Beistand stellt deshalb ein Gesuch an die Stiftung SOS Beobachter, die 700 Franken beisteuert. Frei selbst gibt ihren eigenen Sparbatzen von 200 Franken dazu und kommt so wieder zu einem Handy, mit dem sie alle Spiele problemlos spielen kann. 

Die Stiftung SOS Beobachter leistet damit einen wertvollen Beitrag an die Alltagsgestaltung und die gesundheitliche Stabilisierung der psychisch schwer erkrankten Frau.