Infolge des Kriegs in der Ukraine kam Leonid Melnyk vor einigen Jahren in die Schweiz. Der Vierzigjährige, der in Wirklichkeit anders heisst, ist Paraplegiker und rund um die Uhr auf umfassende Betreuung angewiesen. Diese erhält er in einem betreuten Wohnen, wo Pflege und Therapie seinen Alltag strukturieren. 

Bei der täglichen Therapie stellte eine Ärztin eine Verschlechterung seines körperlichen Zustands fest. Sie empfiehlt eine sogenannte Gurtaufrollvorrichtung – eine spezielle Stehhilfe. Sie gilt als medizinisch notwendig, weil sie verschiedene präventive Vorteile bietet. Sei es, um die Atemfunktion und den Kreislauf zu unterstützen oder Kontrakturen – dauerhaften Verkürzungen von Muskeln und Sehnen – vorzubeugen. Auch dem Abbau der Knochensubstanz kann die Stehhilfe entgegenwirken.

2000 Franken kann er nicht zahlen

Doch die Kosten für diese Stehhilfe – rund 2000 Franken – übersteigen Leonid Melnyks finanzielle Möglichkeiten. Leistungen der Invalidenversicherung erhält er keine, weil seine Behinderung bereits vor der Einreise bestand. Auch die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht. Da er von der Asylsozialhilfe lebt, stellte er gemeinsam mit seinem Sozialarbeiter ein Gesuch um Unterstützung.

Dank der Hilfe der Stiftung SOS Beobachter konnte Leonid Melnyk schliesslich eine Occasion-Stehhilfe erhalten und kann damit einen wichtigen Teil seiner Therapie fortsetzen.