Stiftung zahlt Therapie für Traumaopfer
Eine Mutter lebt mit ihren Kindern im Frauenhaus. Wegen ihrer traumatischen Vorgeschichte erhält sie therapeutische Hilfe. Doch mit der Sozialhilfe kann sie die nicht finanzieren.
Veröffentlicht am 17. April 2026 - 07:44 Uhr

Alisa Kiani leidet unter den psychischen Folgen der häuslichen Gewalt.
Alisa Kiani lebte mit ihren zwei Kindern, die 9 und 11 Jahre alt sind, sowie ihrem Ehemann in einer kleinen Wohnung im Kanton Zürich. Über Jahre hinweg erfuhr sie häusliche Gewalt durch ihren Mann. Bis sie eines Morgens nach einem heftigen Streit mit ihren Kindern ins Frauenhaus floh. Der Ehemann kehrte kurz darauf in den Iran zurück.
Rückkehr in den Iran wäre lebensgefährlich
Alisa Kiani, die in Wirklichkeit anders heisst, befindet sich nun seit einigen Monaten im Frauenhaus. Aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen sowie ihres unsicheren Aufenthaltsstatus steht sie unter enormem Stress. Bei einer Rückkehr in den Iran droht ihr möglicherweise ein Femizid. Dies machen die Aussagen des Ehemanns und seiner Familie klar.
Seit Kiani im Frauenhaus ist, nimmt sie therapeutische Begleitung in Anspruch. Ihr psychischer Zustand beginnt sich langsam zu stabilisieren. Dennoch benötigt sie weiterhin Unterstützung. Da die Kostengutsprache der Opferhilfe für die Therapie ausgeschöpft ist, wendet sich ihre Sozialarbeiterin an SOS Beobachter.
Weitere zehn Stunden Therapie bezahlt
Für die Therapie benötigt Alisa Kiani eine Dolmetscherin, was die Kosten zusätzlich erhöht und mit Sozialhilfe nicht zu finanzieren ist. SOS Beobachter unterstützt die junge Mutter mit 2646 Franken. Damit werden weitere zehn Stunden Therapie inklusive Dolmetscherin finanziert. Alisa Kiani kann so die belastenden Umstände besser verarbeiten und sich auf alltägliche Aufgaben wie die Erziehung ihrer Kinder konzentrieren.