Es klang wie eine gute Nachricht, und die Medien verbreiteten sie gern. In der Schweiz müsse man weniger lang arbeiten als im Ausland, um sich eine Wohnung kaufen zu können, stellte eine Raiffeisen-Studie neulich fest. Konkret: Für eine typische 90-Quadratmeter-Wohnung zahlt ein Durchschnittshaushalt 8,5 Jahreseinkommen – in allen Nachbarländern ist mehr nötig.

Warum also die ständigen Klagen, dass sich hierzulande kaum jemand Wohneigentum leisten kann? Sind das vielleicht «Phantomschmerzen einer Wohlstandsgesellschaft», wie es die Studienautoren provokant formulierten? Oder einfach Frust, weil Kaufen früher noch günstiger war? Nein, denn Wohneigentum liegt nur noch für die wenigsten drin.  Jedenfalls solange sich nichts an den Spielregeln ändert.