1. Home
  2. Wohnen
  3. Garten & Balkon
  4. Garten: Dem Igel beim Überwintern helfen

GartenDem Igel beim Überwintern helfen

Dem Igel beim Überwintern helfen
Im Laub verstecken sich Insekten – eine willkommene Nahrung für den Igel. Bild: Getty Images

Wenn im Herbst plötzlich Igel durch den Garten spazieren, sind diese nicht nur auf der Suche nach Futter, sondern auch nach einem Platz zum Überwintern.

von Jasmine Helblingaktualisiert am 2017 M10 16

Zwischen November und März halten Igel Winterschlaf. Im Herbst ist es deshalb höchste Zeit, sich Winterspeck anzufressen und einen geeigneten Unterschlupf zu suchen – vielleicht sogar in Ihrem Garten. Das sollten Sie wissen:

Wo lassen sich Igel nieder?

Igel sind überall da unterwegs, wo es grün ist. Ihre Nistgelegenheiten suchen sie sich deshalb in der Nähe von Parks oder ruhigen Quartieren mit Gärten, Hecken und Gebüschen zum Verstecken. Gesunde Igel überleben den Winter meist ohne Probleme. Alles, was sie dafür brauchen, ist ein gemütliches Nest aus Ästen und Laub, in dem sich Insekten tummeln. Dieses bauen sie sich meist in Hecken, unter Wurzeln, in Hohlräumen von Holzstapeln, in Garagen oder Gartenschuppen. Der Schlafplatz sollte trocken, überdacht und vor Bodenfrost geschützt sein.

Anleitungen zum Bau verschiedener Igelhäuser finden Sie hier: https://www.igelzentrum.ch

Lohnt es sich, ein Igelhaus zu kaufen?

Igel brauchen in der Regel kein gekauftes Haus. Ausser, Sie haben den natürlichen Unterschlupf des Tieres aus Versehen zerstört. Falls Sie trotzdem eines besorgen möchten, achten Sie darauf, dass es genügend gross ist: Der Eingang sollte 10 x 10 cm gross sein, der Innenraum 30 x 30 x 30 cm, ausserdem sollte es nicht hineinregnen. Eine Bodenplatte schützt vor Frost und Feuchtigkeit. Legen Sie das Haus mit viel Laub oder Stroh aus.

Darf ich Igel füttern?

Igel sind nachtaktiv und fressen Schnecken, Käfer, Würmer, Schmetterlinge, Ameisen, Spinnen und andere Insekten. Beeren und Äpfel können Igel nicht verwerten; sie werden nur gefressen, wenn sich in der Nähe nicht genügend Flüssigkeit finden lässt. Einen Igel zu füttern, ist nur in seltenen Fällen sinnvoll. So beispielsweise, wenn ein Igel in seinem Umfeld nicht genug Nahrung findet, um sich für den Winterschlaf zu stärken oder wenn ein Igel im Winter aktiv ist. In diesem Fall konnte er nicht genügend Fettreserven anfressen und sollte auf eine Igelauffangstation gebracht werden.

Aufpassen sollten Sie beim Düngen: Chemische Mittel töten nicht nur Schnecken, sondern schaden auch Igeln.

Erfriert der Igel nicht?

Gesunde Igel überleben den Winterschlaf meist problemlos. Sie liegen eingerollt und machen nur drei oder vier Atemzüge pro Minute. Kleine Igel können während des Winterschlafs aber auch sterben. In diesem Fall liegen sie oft offen da. In freier Wildbahn lebt ein Igel durchschnittlich nicht länger als zwei bis vier Jahre.

«Jeden Freitag direkt in Ihre Mailbox»

Jasmine Helbling, Online-Redaktorin

Jeden Freitag direkt in Ihre Mailbox

Der Beobachter Newsletter