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GartenTipps gegen die Schneckenplage

Damit der Garten spriesst und blüht, ist auch Regenfall nötig. Blöd nur, dass das feuchte Wetter Schnecken anlockt, die sich – für einmal im Eiltempo – über die mühsam gehegten Blumen hermachen. Wie bekämpft man die Schneckenplage ohne Gift?

Schnecken lieben die Feuchtigkeit.
Von und aktualisiert am 19. Mai 2016

Schnecken sind nachtaktiv und kriechen vor allem bei Feuchtigkeit aus ihren Verstecken. Damit es am Morgen kein böses Erwachen gibt, empfiehlt es sich, mehrere natürliche Methoden der Schneckenbekämpfung zu kombinieren. Mit diesen Tipps kriechen Schnecken zu Kreuze:

  1. Schneckenfeinde engagieren
    Natürliche Schneckenfeinde wie Igel, Spitzmäuse, Elstern, Kröten und Blindschleichen fühlen sich in einem naturnahen Garten wohl. Sorgen Sie für eine entsprechende Umgebung.
  2. Umfeld trocken halten
    Wer empfindliche Pflanzen schützen will, sollte ihr Umfeld möglichst trocken halten. Streuen Sie nach dem Giessen deshalb Sägemehl oder Kaffeesatz um die Pflanzen. Es kann ebenfalls helfen, Beete nicht am Abend, sondern früh am Morgen zu giessen. So finden nachtaktive Eindringlinge kein Futter.
  3. Natürliche Schutzwälle
    Schneckenzäune oder Kunststoffkragen aus dem Fachhandel schützen empfindliche Pflanzen gegen Eindringlingen. Auch Sägespäne, Sägemehl oder Spreu halten Schnecken durch ihre entfeuchtende Wirkung fern.
  4. Mit Kräutern abschrecken
    Im Gegensatz zu uns Menschen mögen Schnecken keine Kräuter und Gewürze. Wer ein grösseres Beet schützen will, «umpflanzt» es deshalb am besten mit Kräutern wie Thymian, Kamille, Salbei oder Lavendel.
  5. Schneckenrestaurant eröffnen
    Ein mit Rüstabfällen bestücktes «Schneckenrestaurant» in der Ecke des Gartens lockt Schnecken an, so dass sie eingesammelt und an einem Ort, wo sie keinen Schaden anrichten, wieder freigelassen werden können.
  6. Anlocken und einsammeln
    Schnecken verstecken sich gerne unter alten Brettern. Wer ein solches im Garten platziert, kann die Eindringlinge abends wegtragen.
  7. Eierlegen verhindern
    In der Zeit von Herbst bis Frühling legen Schnecken ihre Eier in den Boden. Wer seine Beete im Herbst nur oberflächlich lockert, verhindert, dass Eier tief in die Erde gelegt werden. In der gelockerten Erde erfrieren diese im Winter schnell.

Finger weg von diesen Methoden

  • Schneckenkörner sind ebenfalls gefährlich für Fressfeinde der Schnecken (etwa für Igel) und sogar für Hunde und Katzen – auch wenn die Verpackung etwas anderes verspricht.
  • Bierfallen sind weniger empfehlenswert, da sie auch Schnecken aus der weiteren Umgebung anlocken. Zudem werden sie zur tödlichen Falle für andere Kleinlebewesen.