«Die psychische Gesundheit der Jugend ist einer der grössten Brennpunkte unserer Gesellschaft.» Es werde massiv unterschätzt, welche Welle da anrolle. «Dieses Pulverfass wird in den nächsten Jahren explodieren.» 

Das sagt Thomas Ihde, bis vor wenigen Tagen Präsident der Stiftung Pro Mente Sana. Und sein Warnruf kommt nicht von ungefähr. Er sieht die problematische Entwicklung der letzten Jahre. Früher sei die Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Randgebiet gewesen, jetzt wachse dieser Bereich exponentiell. «Der Anteil Jugendlicher, deren Ausbildungsfähigkeit krankheitsbedingt nicht mehr gegeben ist, steigt rasant an», sagt Ihde, Psychiatrie-Chefarzt des Spitalzentrums FMI im Berner Oberland. Einer der Gründe: «Unser Lebensumfeld ist enorm kopflastig geworden, gerade auch in der Berufswelt.»   

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