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PersönlichkeitsschutzDarf der Arbeitgeber private Post öffnen?

Frage: Es kommt vor, dass ich im Geschäft Post von Freunden oder Verwandten zugeschickt erhalte. Dabei stelle ich jeweils fest, dass unser Sekretariat auch diese Post öffnet. Dürfen die das?

Ist Privatpost mit dem Vermerk «persönlich» oder «privat» gekennzeichnet, darf auch das Sekretariat am Arbeitsplatz diese nicht öffnen.
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aktualisiert am 22. Februar 2018

Auch am Arbeitsplatz gilt das Postgeheimnis. Das heisst: Ihre private Post muss ungeöffnet an Sie weitergeleitet werden. Allerdings muss es für Ihr Sekretariat überhaupt erkennbar sein, dass Ihnen die Post nicht in beruflicher Eigenschaft, sondern als Privatperson zugestellt worden ist. Anhaltspunkte für solche Privatpost sind besondere Vermerke wie etwa «privat» oder «persönlich». Massgebend sind auch die Art der Sendung (zum Beispiel eine Todesanzeige) oder äussere Merkmale wie Kleinformate, farbiges Papier oder Militärpost.

Fazit: Die Anschrift «Herr X, Dienststelle Y» lässt nur mit einem entsprechenden Zusatz auf einen persönlichen Inhalt schliessen. Wird Ihre erkennbare Privatpost trotzdem geöffnet, liegt eine Persönlichkeits­verletzung vor. Sprechen Sie mit dem Sekretariat darüber. Hilft das nichts, können Sie sich rechtlich gegen eine Persönlichkeits­verletzung wehren. Nicht nur das: Sie könnten sogar eine Strafanzeige wegen Verletzung des Postgeheimnisses erstatten.

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